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Umzug nach Bern

Stadtratgeber fur Bern, Switzerland.

ReloAdvisor Team
11 min Lesezeit Stadtratgeber Switzerland · Bern
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Bern ist die Hauptstadt der Schweiz, fühlt sich aber in keiner Weise wie eine solche im herkömmlichen Sinne an. Eine mittelalterliche Altstadt mit Sandsteinlauben auf der UNESCO-Welterbeliste, ein türkisfarbener Fluss, der durch das Stadtzentrum fließt, und ein Lebenstempo, das die Einheimischen als gemütlich bezeichnen – behaglich und entspannt. Bundesbehörden, die Universität Bern und ein wachsender Technologiesektor prägen die Wirtschaft. Wer echtes Schweizer Flair zu niedrigeren Mieten als in Zürich oder Genf sucht, sollte Bern ernsthaft in Betracht ziehen.

Die Stadt kommuniziert hauptsächlich auf Schweizerdeutsch (Bärndütsch), und die lokale Kultur ist eher traditionell als glamourös ausgerichtet. Bern belohnt Geduld und Integration – es ist keine Stadt, die Ihnen einen Expat-Lebensstil auf dem Silbertablett präsentiert, aber sie bietet etwas, das anderswo schwer zu finden ist: echtes Schweizer Leben zu angemessenen Kosten.

Bern auf einen Blick

CH flag
Bevölkerung
~146.000 (Metropolregion ~430.000)
Region
Kanton Bern, Zentral-West-Schweiz
Bekannt für
Mittelalterliche Altstadt (UNESCO), Aare, Bundeshaus
Durchschnittliche Miete (1-Zimmer)
CHF 1.200–1.800/Monat
Durchschnittliches Gehalt
CHF 5.500–7.000/Monat netto
Expat-Gemeinschaft
Mittelgroß – konzentriert rund um Regierung, Forschung und internationale Organisationen

Warum nach Bern ziehen

  • Hauptstadtflair: Die auf der UNESCO-Welterbeliste eingetragene Altstadt gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkernen Europas – mit sechs Kilometern überdachten Einkaufsstraßen (Lauben), Renaissancebrunnen und dem berühmten Zytglogge-Uhrturm.
  • Schwimmen in der Aare: Im Sommer treiben die Einheimischen in der kristallklaren Aare vom Schwellenmätteli zum Marzilibad – ein kostenloses, traumhaftes Erlebnis, das keine andere Hauptstadt der Welt bieten kann. Das Wasser ist sauber, türkisfarben und unvergesslich.
  • Erschwinglich nach Schweizer Maßstäben: Die Mieten sind spürbar niedriger als in Zürich, Genf oder Basel, während die Gehälter wettbewerbsfähig bleiben, insbesondere in der Verwaltung, Forschung und Bildung. Bern bietet das beste Verhältnis von Lebensqualität zu Kosten unter den großen Schweizer Städten.
  • Regierungs- und internationale Arbeit: Die Bundesverwaltung, das Schweizer Parlament, diplomatische Vertretungen und internationale Organisationen schaffen einen stabilen Arbeitsmarkt für Politikexperten, Übersetzer, Juristen und Beamte.
  • Zentrale Lage: Bern liegt im geografischen Mittelpunkt des Schweizer Schienennetzes – Zürich, Basel, Lausanne und Luzern sind alle innerhalb einer Stunde mit dem Zug erreichbar.

Wohnungssuche in Bern

Durchschnittliche Mieten

Stadtteil 1-Zimmer 3-Zimmer Charakter
LänggasseCHF 1.200–1.600CHF 2.200–3.000Universitätsnah, Studenten- und Akademikermilieu
KirchenfeldCHF 1.400–1.900CHF 2.500–3.500Museumsviertel, diplomatisch, gehoben
BreitenrainCHF 1.200–1.700CHF 2.200–3.100Trendig, Restaurants, junge Berufstätige
MattenhofCHF 1.100–1.500CHF 2.000–2.800Ruhig, grün, familienfreundlich
MonbijouCHF 1.200–1.600CHF 2.100–2.900Zentral, aare-nah, gemischtes Wohngebiet
BrunnadernCHF 1.300–1.800CHF 2.300–3.200Hangwohnlage, ruhig, Panoramablick

So finden Sie eine Wohnung

  • Homegate.ch: Wichtigstes Portal für Berner Inserate, täglich aktualisiert.
  • ImmoScout24.ch: Große Auswahl in allen Stadtteilen und Preisklassen.
  • FlatFox: Beliebt für direkte Vermieter-Mieter-Inserate und Wohngemeinschaften ohne Maklergebühren.
  • Wohnbaugenossenschaften: Diese Genossenschaften besitzen einen bedeutenden Anteil des Berner Mietmarkts und bieten Mieten unterhalb des Marktpreises an. Die Wartelisten können lang sein (manchmal jahrelang), aber eine Mitgliedschaft bietet langfristige Stabilität und faire Preise.
  • RonOrp Bern und lokale Facebook-Gruppen: Gemeinschaftsplattformen mit Wohngemeinschaften, Untervermietungen und Tipps von Einheimischen.

Tipps für Expats

  • Bereiten Sie ein vollständiges Mieterdossier vor, bevor Sie mit der Suche beginnen: Ausweis, Arbeitsvertrag, Gehaltsnachweis, Betreibungsauszug und Referenzen früherer Vermieter.
  • Der Berner Markt ist weniger hektisch als der Zürcher, aber dennoch wettbewerbsintensiv. Für persönliche Besichtigungen verfügbar zu sein, macht einen erheblichen Unterschied.
  • Nehmen Sie Wohnbaugenossenschaften ernsthaft in Betracht – sie sind ein prägendes Merkmal des Berner Wohnungsmarkts und bieten echte Erschwinglichkeit sowie Mieterschutz.
  • Viele Berner Wohnungen werden unmöbliert vermietet – manchmal ohne Lampen, Küchengeräte oder sogar ohne Küchenspüle. Klären Sie vor der Unterzeichnung, was im Mietpreis enthalten ist.

Stadtteil-Ratgeber

  • Länggasse: Das Universitätsviertel. Erschwinglich, zu Fuß zum Hauptbahnhof erreichbar und voller Cafés und Buchhandlungen. Beliebt bei Studenten, Akademikern und jungen Expats. Starke internationale Atmosphäre.
  • Kirchenfeld: Jenseits der Aare über die Kirchenfeldbrücke. Hier befinden sich das Bernische Historische Museum, das Zentrum Paul Klee und mehrere Botschaften. Ruhig, elegant und das diplomatischste Viertel der Stadt. Höhere Mieten.
  • Breitenrain: Berns angesagtestes Viertel. Unabhängige Boutiquen, Craft-Beer-Bars, Vintage-Läden und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Die Mieten sind gestiegen, aber nach Schweizer Maßstäben noch moderat. Ideal für junge Berufstätige.
  • Mattenhof: Wohngebiet, grün und in der Nähe des Wankdorf-Stadions. Ideal für Familien, die Platz, ruhige Straßen und Schulnähe suchen.
  • Monbijou: Liegt zwischen der Altstadt und der Aare. Praktisch, gemischt genutzt und im Sommer ideal für den Zugang zum Fluss. Ein solides Allround-Viertel.
  • Brunnadern: Auf einem Hügel östlich des Stadtzentrums gelegen. Ruhig, mit Panoramablick auf die Alpen an klaren Tagen und dörflicher Atmosphäre. Gut per Bus mit dem Zentrum verbunden.

Lebenshaltungskosten in Bern

Monatliche Budgetübersicht

Kategorie Budgetrahmen (CHF)
Miete (1-Zimmer, Zentrum)1.200–1.800
Nebenkosten120–160
Internet45–60
Lebensmittel380–500
Transport70–80
Auswärts essen (4x/Monat)160–280
Freizeit/Fitnessstudio50–90
Krankenversicherung280–420
Gesamt2.305–3.390

Alltägliche Kosten

  • Kaffee: CHF 4.50–5.50
  • Mittagessen (einfaches Restaurant): CHF 16–24
  • Monatliche Fahrkarte: CHF 75 (Bernmobil)
  • Bier (Bar): CHF 6.00–8.00
  • Kinokarte: CHF 17–19
  • Brotlaib: CHF 2.50–4.00
  • 12 Eier: CHF 5.50–7.50
  • Monatliche Fitnessstudio-Mitgliedschaft: CHF 50–90

Tipps für den Lebensmitteleinkauf

Für den täglichen Bedarf empfehlen sich Migros und Coop. Günstigere Alternativen sind Aldi und Lidl, die über mehrere Filialen in Bern verfügen. Der wöchentliche Berner Bauernmarkt auf dem Bundesplatz (samstags) bietet frische regionale Produkte. Für Großeinkäufe bietet Metro (Mitgliedskarte erforderlich) Großhandelspreise.

Tipps zur Kostensenkung

  • Wählen Sie einen höheren Versicherungsselbstbehalt (Franchise) von CHF 2.500, um die monatlichen Prämien um CHF 50–100 zu senken.
  • Nutzen Sie Aldi und Lidl für Grundnahrungsmittel, und kaufen Sie bei Migros und Coop Spezialitäten.
  • Kochen Sie zu Hause – Berns Restaurantpreise sind nach Schweizer Maßstäben moderat, summieren sich aber trotzdem schnell.
  • Treten Sie einer Wohngenossenschaft bei, um langfristig Miete zu sparen – Bern hat mehr Genossenschaftswohnungen als die meisten Schweizer Städte.
  • Ziehen Sie eine Wohngemeinschaft (WG/Wohngemeinschaft) in Betracht, wenn Sie neu in der Stadt sind – das erleichtert die Integration und senkt die Kosten.
  • Nutzen Sie kostenlose Aktivitäten: Schwimmen in der Aare, Wandern auf dem Gurten und Spazierengehen unter den Arkaden der Altstadt.
  • Monatliche Mobiltarife von Salt oder Sunrise beginnen bei CHF 20–30 für ein Basis-Datenpaket – Swisscom ist teurer, bietet jedoch die beste Netzabdeckung auf dem Land.

So kommen Sie in Bern voran

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bernmobil betreibt Trams, Busse und Trolleybusse in der Stadt und den Vororten. Eine Monatskarte kostet rund CHF 75. Das System ist mit den regionalen S-Bahn-Zügen der BLS verbunden, die das gesamte Berner Umland abdecken.
  • Radfahren: Bern liegt auf Hügeln und das Gelände ist wellig, aber die Stadt hat in die Fahrradinfrastruktur investiert, und E-Bikes sind beliebt, um Steigungen und Gefälle zu bewältigen. PubliBike-Stationen sind weit verbreitet.
  • Autofahren: Die Altstadt ist weitgehend autofrei. Parken im Stadtzentrum ist begrenzt und teuer. Die meisten Einwohner nutzen öffentliche Verkehrsmittel und gehen zu Fuß. Mobility-Carsharing ist für gelegentliche Fahrten verfügbar.
  • Flughafen: Der Flughafen Bern (BRN) in Belp ist klein und bietet nur begrenzte internationale Strecken. Die meisten Berner nutzen den Flughafen Zürich (ZRH, 1 Std. 15 Min. mit dem Direktzug) oder den Flughafen Basel (BSL, 1 Std. mit dem Zug) für internationale Flüge.
  • Fernverbindungen: Berns zentrale Lage macht es zur am besten angebundenen Stadt der Schweiz per Bahn. Zürich in 56 Minuten, Basel in 56 Minuten, Lausanne in 1 Std. 05 Min., Luzern in 1 Std. 10 Min., Interlaken in 45 Min. und Mailand in 3 Std. per Bahn.

Gesundheitsversorgung in Bern

  • Krankenhäuser/Kliniken: Das Inselspital (Universitätsspital Bern) ist eines der führenden Lehrkrankenhäuser und Forschungszentren der Schweiz. Salem-Spital und Tiefenau Spital sind angesehene Alternativen für die Routineversorgung.
  • Englischsprachige Ärzte: Verfügbar, insbesondere im Länggasse-Quartier (in Universitätsnähe) und in Kirchenfeld (Diplomatenviertel). Das Inselspital verfügt über eine internationale Abteilung. Viele private Hausärzte bieten Konsultationen auf Englisch an.
  • Apotheken: Apotheken sind in allen Stadtteilen weit verbreitet. Viele bieten verlängerte Öffnungszeiten an. Die Apotheke im Berner Hauptbahnhof ist bis in den späten Abend und an Wochenenden geöffnet.
  • Notrufnummern: 144 (Krankenwagen), 112 (Europäischer Notruf), 117 (Polizei), 145 (Vergiftungszentrale).
  • Krankenversicherung: Die Grundkrankenversicherung (LaMal/KVG) ist obligatorisch und muss innerhalb von drei Monaten nach der Ankunft abgeschlossen werden. Die monatlichen Prämien in Bern liegen zwischen CHF 280–420, also niedriger als in Genf oder Zürich.

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Kultur & Lebensweise

  • UNESCO-Altstadt: Kopfsteinpflastergassen, der ikonische Zytglogge (Uhrenturm aus dem 13. Jahrhundert mit astronomischer Uhr), der BärenPark, der Bundespalast der Schweiz (Bundeshaus) und die sechs Kilometer langen Lauben-Arkaden. Ein Spaziergang durch die Altstadt ist ein tägliches Vergnügen, das nie langweilig wird.
  • Aare: Im Sommer treiben Tausende in aufblasbaren Ringen die Aare hinunter oder schwimmen quer hindurch. Das Wasser ist klar, türkis und erreicht im Juli und August 18–22 °C. An wichtigen Punkten sind während der Saison Rettungsschwimmer postiert. Das ist das prägende Bern-Erlebnis.
  • Zentrum Paul Klee: Ein beeindruckendes, von Renzo Piano entworfenes Museum, das dem Schweizer Künstler gewidmet ist und über 4.000 Werke beherbergt. Das Gebäude selbst ist architektonisch bemerkenswert – drei geschwungene Stahlwellen, die aus dem Hügel aufsteigen.
  • Gurten: Berns lokaler Hausberg, in 10 Minuten per Standseilbahn erreichbar. Panoramablick auf die Stadt und die Berner Alpen, Wanderwege, ein Restaurant und das jährliche Gurtenfestival im Juli (das größte Open-Air-Musikfestival der Region).
  • Bärengraben-Erbe: Die historische Bärengrube wurde in den modernen BärenPark an der Aare umgewandelt – Bären sind seit der Gründungslegende das Symbol der Stadt Bern.

Essen & Restaurants

  • Berner Platte: Eine traditionelle Platte mit gepökeltem Fleisch, Sauerkraut und Bohnen – Berns Signature-Gericht und eine herzhafte Widerspiegelung der bodenständigen Esskultur der Stadt.
  • Zibelechueche (Zwiebelkuchen): Ein pikanter Flan, der beim Zibelemärit (Zwiebelmarkt) an jedem vierten Montag im November serviert wird – eine einzigartige Berner Tradition, die Jahrhunderte zurückreicht.
  • Beste Restaurantgebiete: Kramgasse und Gerechtigkeitsgasse (Altstadt) für traditionelle Schweizer Küche, Breitenrain für moderne Bistros und Craft-Cocktails sowie Länggasse für ungezwungene, studentenfreundliche internationale Optionen.
  • Günstige Optionen: Migros- und Coop-Selbstbedienungsrestaurants, Universitätsmensen (gegen einen geringen Aufpreis auch öffentlich zugänglich) sowie Imbissstände und Foodtrucks an der Marktgasse.

Expat-Gemeinschaft

  • InterNations Bern: Regelmäßige Networking-Veranstaltungen, gesellschaftliche Aktivitäten und Interessengruppen (Wandern, Sprachen, Kochen).
  • Expat in Bern (Facebook-Gruppen): Aktive Online-Communitys für Neuankömmlinge, die Tipps, Wohnungshinweise, Babysitter-Empfehlungen und Veranstaltungsankündigungen teilen.
  • Sprachaustausch: Sprachcafés an der Volkshochschule (VHS) und Gesprächsgruppen am Sprachenzentrum der Universität Bern bieten erschwingliche Möglichkeiten zur Übung von Schweizerdeutsch und Hochdeutsch.
  • Internationale Organisationen: Die Präsenz diplomatischer Vertretungen und internationaler NGOs bietet Neuankömmlingen, die in der Politik und im öffentlichen Bereich tätig sind, ein fertiges soziales Netzwerk.

Arbeitsmarkt in Bern

  • Hauptbranchen: Regierung und öffentliche Verwaltung, Bildung und Forschung, Gesundheitswesen, Technologie und IT, Verteidigung und Luft- und Raumfahrt (RUAG), Energie (BKW), Post- und Logistikdienste (Swiss Post, SBB).
  • Wichtige Arbeitgeber: Schweizerische Bundesverwaltung (verschiedene Ämter und Abteilungen), Inselspital, Universität Bern, SBB, PostFinance, BKW Energie, Swisscom (Hauptsitz im nahe gelegenen Ittigen), RUAG, Kantonsverwaltung Bern.
  • Durchschnittliche Gehälter nach Branche:
Branche Monatliches Nettoeinkommen (CHF)
Staat/Öffentlicher Sektor5.500–9.000
Universität/Forschung4.500–7.500
Gesundheitswesen5.000–8.000
Technologie/IT5.500–9.000
Finanzen5.500–9.500
Gastgewerbe3.500–4.800
  • Stellensuchressourcen: admin.ch (Stellen beim Bund), jobup.ch, local.ch, LinkedIn, Karriereportal der Universität Bern, Karriereseiten der Berner Kantonalbank.

Bildung in Bern

  • Internationale Schulen: International School of Bern (IS Berne, im nahe gelegenen Gümligen), Swiss International School (SIS) an verschiedenen Standorten.
  • Universitäten: Universität Bern (stark in Medizin, Physik und Klimawissenschaften), Berner Fachhochschule (BFH), PH Bern (Pädagogische Hochschule), Schweizerisches Bundesarchiv (in Bern).
  • Sprachschulen: Migros Klubschule (bietet Deutsch, Französisch und andere Sprachen an), VHS Bern (günstige Integrations- und Sprachkurse), Sprachschule Schneider, Sprachzentrum der Universität Bern.

Bankwesen und Finanzen

  • Kontoeröffnung: Erfordert einen gültigen Reisepass und einen Wohnsitznachweis in Bern (Anmeldebestätigung vom Kreisbüro). Beliebte Banken sind PostFinance, BEKB (Kantonalbank Bern), UBS und Credit Suisse (jetzt UBS). PostFinance ist wegen seiner niedrigen Gebühren und guten Zugänglichkeit beliebt.
  • AHV-Nummer: Die Sozialversicherungsnummer (AHV/AVS) wird automatisch ausgestellt, wenn Sie Ihren Wohnsitz beim lokalen Kreisbüro anmelden.
  • Steuern: Berner Einwohner zahlen Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuern auf ihr weltweites Einkommen. Die kantonalen Steuersätze sind im Schweizer Vergleich moderat. Sozialversicherungsbeiträge finanzieren Renten (AHV/AVS), Invalidenversicherung (IV) und Arbeitslosenversicherung (ALV). Für das erste Jahr wird eine professionelle Steuerberatung empfohlen, insbesondere bei internationalen Einkommenssituationen.

Umzugs-Checkliste für Bern

Vor der Ankunft
  • Beantragen Sie ein Visum oder eine Aufenthaltsbewilligung bei der Schweizer Botschaft oder dem Konsulat.
  • Sichern Sie sich eine Beschäftigung oder einen Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel.
  • Erstellen Sie ein vollständiges Mieterdossier (Ausweis, Gehaltsnachweis, Betreibungsauszug, Referenzen).
  • Besorgen Sie apostillierte oder beglaubigte Kopien wichtiger Dokumente (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Hochschuldiplome).
  • Informieren Sie sich über Krankenversicherungsanbieter – innerhalb von 3 Monaten nach der Ankunft obligatorisch.
  • Erkunden Sie Wohnbaugenossenschaften und tragen Sie sich möglichst früh auf Wartelisten ein.
Erste Woche
  • Melden Sie sich innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft beim Kreisbüro (Bezirksamt) Ihres Stadtteils an.
  • Eröffnen Sie ein Schweizer Bankkonto (PostFinance, BEKB/Kantonalbank Bern, UBS).
  • Unterzeichnen Sie den Mietvertrag und hinterlegen Sie die Kaution (1–3 Monatsmieten auf einem Sperrkonto).
  • Kaufen Sie eine Schweizer SIM-Karte (Swisscom für die beste Netzabdeckung, Salt oder Sunrise für günstigere Tarife).
  • Erkunden Sie die Altstadt und suchen Sie den nächstgelegenen Supermarkt, die Bäckerei und die Apotheke.
Erster Monat
  • Melden Sie Ihre Kinder in der Schule oder Krippe an (Wartelisten für Kinderbetreuung und Kindergarten können lang sein – fangen Sie früh an).
  • Melden Sie sich für Deutsch- oder Schweizerdeutschkurse an (VHS, Migros Klubschule).
  • Kaufen Sie eine Monats- oder Jahreskarte von Bernmobil.
  • Melden Sie sich bei einem lokalen Hausarzt und einem Zahnarzt an.
  • Finden Sie Ihren Einstiegspunkt zum Schwimmen in der Aare – der Sommer kommt schneller, als Sie denken.

Schweizer Kultur und Integrationstipps

Die Schweizer Kultur legt großen Wert auf Pünktlichkeit, Präzision und die Einhaltung von Regeln. Pünktlichkeit ist keine Option – sie ist ein Zeichen des Respekts. Die Ruhezeiten (Ruhezeit) werden strikt eingehalten, in der Regel von 22:00 bis 7:00 Uhr und den ganzen Sonntag über. Lärmende Tätigkeiten wie Bohren oder Staubsaugen am Sonntag werden missbilligt und können zu Beschwerden von Nachbarn führen.

Recycling wird ernst genommen. Die Schweiz verfügt über ein detailliertes Mülltrennsystem – prüfen Sie die Richtlinien Ihrer Gemeinde für Glas, Papier, Karton, Metall und organische Abfälle. Illegale Entsorgung kann zu Strafgebühren führen. Sie müssen offizielle Kehrichtsäcke (Kehrichtsack) kaufen, in deren Preis die Entsorgungsgebühr enthalten ist.

Das Grüßen ist wichtig. Sagen Sie Grüezi oder das noch lokalere Grüessech (Berner Schweizerdeutsch) zu Nachbarn, Ladenbesitzern und Menschen auf der Straße. Es ist eine kleine Geste, die Respekt und den Willen zur Integration signalisiert.

Sonntags sind fast alle Geschäfte geschlossen. Planen Sie Ihren Lebensmitteleinkauf für Samstag. Restaurants, die Geschäfte im Hauptbahnhof Bern und einige Spätverkäufe (Spätverkauf) sind die Ausnahmen, die geöffnet bleiben.

Zoll und Einfuhr von Hausrat

Alle persönlichen Gegenstände müssen bei der Ankunft mit dem Schweizer Zollformular 18.44 deklariert werden. Wenn Sie Ihren Hauptwohnsitz nach Bern verlegen, sind gebrauchte Haushaltsgegenstände und persönliche Effekten in der Regel von Einfuhrzöllen befreit. Neue oder hochwertige Artikel können MwSt. von 8,1 % oder andere anfallende Steuern unterliegen. Detaillierte Rechnungen und Packlisten sind für eine reibungslose Abwicklung beim Zoll unerlässlich.

Wenn Sie ein Fahrzeug versenden, muss es beim Zoll separat deklariert werden. Einfuhrzölle und MwSt. fallen an, es sei denn, das Fahrzeug war vor der Einfuhr mehr als sechs Monate in Ihrem Besitz und ist ordnungsgemäß dokumentiert. Die meisten EU/EWR-Führerscheine können innerhalb von 12 Monaten ohne erneute Prüfung gegen einen Schweizer Führerschein eingetauscht werden.

Haustiere nach Bern mitbringen

Haustiere müssen gechipt und gegen Tollwut geimpft sein und einen gültigen EU- oder Schweizer Heimtierausweis besitzen. Hunde müssen innerhalb von 10 Tagen nach der Ankunft bei den Berner Behörden registriert werden. Je nach Herkunftsland können zusätzliche Gesundheitsvorschriften gelten. Bern hat mehrere hundefreundliche Parks entlang der Aare, und Hunde sind mit einer ermäßigten Fahrkarte im öffentlichen Verkehr willkommen.

Sicherheit und Notfallinformationen

Bern ist eine der sichersten Hauptstädte Europas. Gewaltkriminalität ist äußerst selten. Die Hauptsorgen betreffen Taschendiebstahl in der Nähe des Bahnhofs und in den belebten Altstadtbereichen während der Touristensaison. In Notfällen wählen Sie 144 für den Krankenwagen, 117 für die Polizei oder 112 für die europäische Notrufnummer. Die Feuerwehr ist unter 118 erreichbar. Das Inselspital verfügt über eine 24-Stunden-Notaufnahme.

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