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Umzug nach Basel

Stadtratgeber fur Basel, Switzerland.

ReloAdvisor Team
11 min Lesezeit Stadtratgeber Switzerland · Basel
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Basel liegt dort, wo die Schweiz auf Deutschland und Frankreich trifft – eine Stadt im Dreiländereck, die in Sachen Kultur, Wissenschaft und Lebensqualität weit über ihrem Gewicht spielt. Als Sitz der globalen Pharmariesen Novartis und Roche, einer weltbekannten Kunstmesse und mit dem Rhein mitten im Herzen zieht Basel Forschende, Kreative und Fachkräfte an, die eine kleinere Stadt mit überdurchschnittlich internationalem Charakter suchen.

Die Stadt fühlt sich deutlich anders an als Zürich oder Genf – entspannter, kompakter und sehr stolz auf ihre lokale Identität. Im Alltag spricht man Schweizerdeutsch (genauer gesagt Baseldytsch), in Pharma- und Forschungskreisen ist Englisch jedoch weit verbreitet. Basel belohnt alle, die sich auf die lokale Kultur einlassen, statt in einer Expat-Blase zu bleiben.

Basel auf einen Blick

CH flag
Einwohnerzahl
175.000 (Metropolregion ca. 540.000)
Region
Kanton Basel-Stadt, Nordwestschweiz
Bekannt für
Pharmaindustrie (Novartis, Roche), Art Basel, Rhein
Durchschnittsmiete (1-Zimmer)
CHF 1.400–2.000/Monat
Durchschnittsgehalt
CHF 5.800–7.500/Monat netto
Expat-Community
Groß – starke internationale Präsenz aus Pharma und Forschung

Warum nach Basel ziehen

  • Hauptstadt der Pharmaindustrie: Novartis und Roche haben hier ihren Hauptsitz, dazu kommen Hunderte von Biotech- und Life-Science-Ausgründungen. Das schafft einen tiefen Arbeitsmarkt für Forschende, Ingenieurinnen und Ingenieure, Projektmanagerinnen und Projektmanager sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen.
  • Kultureller Reichtum: Die Art Basel (die weltweit führende Kunstmesse), die Fondation Beyeler und über 40 Museen machen Basel im Verhältnis zu seiner Größe zur museumsreichsten Stadt der Schweiz. Kulturell spielt Basel weit über seinem Gewicht.
  • Vorteile des Dreiländerecks: Wer in Basel wohnt, hat einen einfachen Zugang nach Deutschland (Weil am Rhein, Lörrach) und Frankreich (Huningue, Saint-Louis) – das erweitert die Wohnmöglichkeiten, Einkaufsoptionen und Wochenendziele.
  • Leben am Rhein: Im Sommer im Rhein zu schwimmen – mit der Strömung flussabwärts zu treiben, das Hab und Gut sicher im wasserdichten Wickelfisch-Beutel verstaut – ist eine ganz typische Basler Tradition, die die Lebensqualität der Stadt prägt.
  • Kompakt und fußläufig: Das Stadtzentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die meisten Quartiere sind mit dem Tram in unter 20 Minuten voneinander erreichbar.

Wohnungssuche in Basel

Durchschnittsmieten

Quartier 1-Zimmer 3-Zimmer Charakter
GundeldingenCHF 1.400–1.800CHF 2.400–3.200Aufstrebend, vielfältig, gute Tramverbindungen zu den Campussen
St. AlbanCHF 1.700–2.200CHF 2.800–3.800Begrünt, nahe am Rhein, familienfreundlich
MatthäusCHF 1.300–1.700CHF 2.200–3.000Zentral, multikulturell, jüngeres Publikum
ClaraCHF 1.400–1.900CHF 2.400–3.300Nahe am SBB-Bahnhof, lebendiges Nachtleben und Restaurants
BruderholzCHF 1.500–2.000CHF 2.600–3.500Erhöht gelegenes Wohnquartier, ruhiger, grüner
Kleinbasel (Kleinriehen)CHF 1.200–1.600CHF 2.000–2.800Erschwinglich, jenseits des Rheins, authentisches lokales Flair

So finden Sie eine Wohnung

  • Homegate.ch: Das größte Portal der Schweiz mit umfangreichen Angeboten in Basel.
  • ImmoScout24.ch: Gute Auswahl an Miet- und Kaufobjekten in der ganzen Stadt.
  • Lokale Agenturen: Wincasa, Livit und Maklerbüros entlang der Greifengasse und der Aeschenvorstadt bieten kuratierte Angebote.
  • Marktplattform / Ron Orp Basel: Community-Plattformen mit Wohngemeinschaften, Untermieten und möblierten Wohnungen.
  • FlatFox: Wachsende Plattform, beliebt für direkte Vermieter-Inserate ohne Maklergebühren.

Tipps für Expats

  • Stellen Sie ein vollständiges Mieterdossier zusammen, bevor Sie sich bewerben: Ausweis, Arbeitsvertrag, Lohnnachweis, Betreibungsauszug und Referenzen früherer Vermieter.
  • Rund um die Campusse von Novartis und Roche ist die Konkurrenz hart – beginnen Sie Ihre Suche frühzeitig und seien Sie bereit, innerhalb weniger Tage zu besichtigen und zu unterschreiben.
  • Wer jenseits der Grenze in Deutschland wohnt (Lörrach, Weil am Rhein), kann die Miete um 30–50 % senken – allerdings gelten andere Pendlerregeln, Krankenversicherungsvorgaben und steuerliche Konsequenzen. Informieren Sie sich gründlich, bevor Sie sich festlegen.
  • Basel hat eine ausgeprägte Szene an Wohnbaugenossenschaften. Sie bieten Mieten unter Marktniveau mit langfristiger Sicherheit – die Wartelisten können allerdings lang sein.

Quartiere im Überblick

  • Gundeldingen: Beliebt bei jungen Berufstätigen und Expats aus der Pharmabranche. Umgenutzte Industriebauten, gute Restaurants entlang der Dornacherstrasse und schnelle Tramverbindungen zum Novartis-Campus und zu den Roche-Türmen.
  • St. Alban: Eines der begehrtesten Wohnquartiere Basels. Ruhige, baumbestandene Straßen, Spaziergänge am Rhein, Nähe zur Altstadt und zur Fondation Beyeler im benachbarten Riehen. Familienfreundlich, dafür mit hohen Mieten.
  • Matthäus: Zentral und multikulturell, mit einem fast dörflichen Flair – trotz der Lage in der Nähe des SBB-Bahnhofs. Günstige Restaurants, kleine inhabergeführte Läden und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
  • Clara: Das Nachtleben-Zentrum rund um den Barfüsserplatz und das Kulturzentrum Kaserne. Ideal für Singles und Paare, die mitten im Geschehen sein möchten. Vielfältige Gastronomieszene.
  • Bruderholz: Ein auf einer Anhöhe gelegenes Wohnquartier, beliebt bei Familien. Ruhige, grüne Straßen, im Sommer etwas kühlere Luft und Blick über die Stadt. Gut mit dem Bus erschlossen, wirkt aber etwas abseits des urbanen Zentrums.
  • Kleinbasel (nördliches Rheinufer): Günstiger, kantiger und urtypisch Basel. Rund um den Claraplatz finden sich einige der besten Restaurants und Bars der Stadt. Der Klybeckquai entwickelt sich mit neuen Uferprojekten rasant weiter.

Lebenshaltungskosten in Basel

Monatliche Budgetübersicht

Kategorie Budgetbereich (CHF)
Miete (1-Zimmer, Zentrum)1.400–2.000
Nebenkosten130–180
Internet50–65
Lebensmittel400–550
Verkehr75–85
Auswärts essen (4x/Monat)180–300
Freizeit/Fitnessstudio50–100
Krankenversicherung300–450
Gesamt2.585–3.730

Alltagskosten

  • Kaffee: CHF 4,50–5,50
  • Mittagessen (einfaches Restaurant): CHF 18–25
  • Monatliches Verkehrsabo: CHF 80 (BVB)
  • Bier (Bar): CHF 6,50–8,00
  • Kinokarte: CHF 17–19
  • Brotlaib: CHF 2,80–4,00
  • 12 Eier: CHF 6,00–7,50
  • Monatliche Mitgliedschaft im Fitnessstudio: CHF 50–100

Tipps für den Lebensmitteleinkauf

Für den täglichen Bedarf kaufen Sie bei Migros und Coop ein. Günstige Alternativen sind Aldi und Lidl, die mehrere Standorte in Basel haben und deutlich preiswerter sind. Beim grenzüberschreitenden Einkauf in Weil am Rhein (Deutschland) bei Rewe oder Kaufland können Sie bei vielen Artikeln 30–40 % sparen. Die Markthalle in der Nähe des SBB-Bahnhofs ist ideal für frische Produkte, internationale Zutaten und verzehrfertige Mahlzeiten.

Tipps zur Kostensenkung

  • Wählen Sie eine höhere Versicherungsfranchise von CHF 2.500, um die monatlichen Prämien deutlich zu senken.
  • Wohnen Sie in Kleinbasel oder Matthäus für günstigere Mieten, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.
  • Der grenzüberschreitende Lebensmitteleinkauf in Deutschland ist ein bedeutender Spartipp – viele Basler machen dies zu ihrer wöchentlichen Routine.
  • Nutzen Sie die Treuekarten von Migros und Coop für regelmäßige Rabatte und Cashback auf Lebensmittel.
  • Erwägen Sie eine Wohngemeinschaft (WG), wenn Sie alleinstehend sind – das ist üblich und erschwinglich.
  • Nutzen Sie kostenlose Aktivitäten: Schwimmen im Rhein, Radfahren entlang der Uferwege und Museumsbesuche an Tagen mit freiem Eintritt.
  • Monatliche Mobilfunktarife von Salt oder Sunrise beginnen bei CHF 20–30 für Basisdaten – Swisscom ist teurer, hat aber die beste Netzabdeckung.

Unterwegs in Basel

  • Öffentlicher Verkehr: Die BVB (Basler Verkehrs-Betriebe) betreibt ein effizientes Netz aus Trams und Bussen in der gesamten Stadt. Ein Monatsabo kostet rund CHF 80. Das Zonensystem des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) integriert Trams, Busse, Züge und grenzüberschreitende Verbindungen nach Deutschland und Frankreich.
  • Radfahren: Das flache Gelände entlang des Rheins und immer mehr Radwege machen das Radfahren praktisch. Mieten Sie ein Fahrrad am Bahnhof Basel SBB oder nutzen Sie das PubliBike-System an Stationen in der ganzen Stadt.
  • Autofahren: Die Stadt ist kompakt, und Parkplätze sind knapp und teuer. Viele Einwohner verlassen sich auf den öffentlichen Verkehr. Carsharing-Dienste wie Mobility sind für gelegentliche Fahrten beliebt.
  • Flughafen: Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg (BSL/MLH) liegt 6 km nordwestlich der Stadt. Billigfluglinien wie EasyJet bieten umfangreiche europäische Verbindungen an. Die Tramlinie 2 verbindet das Terminal in etwa 20 Minuten direkt mit der Stadt.
  • Fernverkehr: Basel SBB ist ein wichtiger Schweizer Eisenbahnknotenpunkt. Zürich in 53 Minuten, Bern in 56 Minuten, Luzern in 1 Stunde, Frankfurt in 2 Std. 45 Min. und Paris in 3 Stunden mit dem TGV Lyria.

Gesundheitsversorgung in Basel

  • Krankenhäuser/Kliniken: Das Universitätsspital Basel ist das führende öffentliche Krankenhaus und ein bedeutendes Forschungszentrum. Das Claraspital ist eine angesehene private Alternative. Das Felix Platter Spital ist auf geriatrische Versorgung spezialisiert.
  • Englischsprachige Ärzte: Weit verbreitet, insbesondere in der Nähe der Campus von Novartis und Roche, wo internationales Personal häufig anzutreffen ist. Viele Hausärzte in St. Alban und Gundeldingen führen Englisch ausdrücklich als Servicesprache. Der internationale Schalter des Universitätsspitals kann bei Überweisungen helfen.
  • Apotheken: Apotheken finden sich in nahezu jeder größeren Straße. Viele bieten verlängerte Öffnungszeiten an. Die Bahnhofsapotheke am Basel SBB hat bis spät am Abend und auch an Wochenenden geöffnet.
  • Notrufnummer: 144 (Krankenwagen), 112 (europäischer Notruf), 117 (Polizei), 145 (Vergiftungszentrale).
  • Krankenversicherung: Die Grundkrankenversicherung (LaMal/KVG) ist obligatorisch und muss innerhalb von drei Monaten nach der Ankunft abgeschlossen werden. Die monatlichen Prämien in Basel liegen je nach Versicherer und Franchise zwischen CHF 300 und 450.

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Kultur & Lebensstil

  • Rheinschwimmen: Im Sommer schwimmen Einheimische mit der Strömung vom Schaffhauserrheinweg bis zum Tinguely-Museum. Der Wickelfisch – ein fischförmiger wasserdichter Sack – hält Ihre Sachen trocken, während Sie treiben. Das ist kostenlos, gemeinschaftlich und ein wesentliches Basel-Erlebnis.
  • Museen: Über 40 Museen, darunter das Kunstmuseum (die älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt, gegründet 1661), die Fondation Beyeler in Riehen, das Museum Tinguely (kinetische Kunst), das Historische Museum Basel und der von Jean Tinguely gestaltete Fasnachtsbrunnen.
  • Art Basel: Die weltweit führende internationale Kunstmesse findet jedes Jahr im Juni in der Messe Basel statt und zieht über 250 Galerien und Sammler aus aller Welt an. Die Stadt verwandelt sich während der Messewoche.
  • Fasnacht: Der größte Karneval der Schweiz beginnt um 4 Uhr morgens am Montag nach Aschermittwoch – drei Tage lang Umzüge, Laternen, Masken und Guggenmusik (schräge Blaskapellen). Die Basler Fasnacht ist protestantisch (im Gegensatz zu den katholischen Karnevalsfeiern anderswo in der Schweiz) und wird sehr ernst genommen.

Essen & Gastronomie

  • Basler Läckerli: Traditionelle gewürzte Honiggebäckspezialität, ein lokales Muss. Kaufen Sie sie im Läckerli Huus.
  • Mehlsuppe: Eine deftige Mehlsuppe, die traditionell während der Fasnacht gegessen wird. Schlicht, wärmend und durch und durch baslerisch.
  • Beste Gastronomieviertel: Claraplatz (Kleinbasel) für internationale und moderne Schweizer Küche, St. Johanns-Vorstadt für mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurants (Chez Donati, Stucki) und die Markthalle in der Nähe des SBB-Bahnhofs für ungezwungene internationale Essensstände.
  • Günstige Optionen: Selbstbedienungsrestaurants von Migros und Coop, universitäre Mensen (gegen einen kleinen Aufschlag auch für die Öffentlichkeit zugänglich) und Stände in der Markthalle mit Mahlzeiten ab CHF 12–18.

Expat-Community

  • InterNations Basel: Regelmäßige Networking-Veranstaltungen, soziale Gruppen und Aktivitätsclubs (Laufen, Wandern, Weinverkostung).
  • Basel Area Business & Innovation: Bietet Orientierungsveranstaltungen, Willkommensdienste und Integrationsunterstützung für internationale Fachkräfte, die in die Region ziehen.
  • Sprachaustausche: Mundo Lingo Basel organisiert mehrsprachige gesellige Abende. Die Volkshochschule (VHS) führt Sprachcafé-Gesprächsgruppen zum Üben der deutschen Sprache durch.
  • Pharma-Expat-Netzwerke: Sowohl Novartis als auch Roche unterhalten interne Expat-Netzwerke und Unterstützungsgruppen für Ehepartner/Partner internationaler Versetzungen.

Arbeitsmarkt in Basel

  • Hauptbranchen: Pharmazie, Life Sciences, Biotechnologie, Chemie, Finanzen, Logistik (Rheinhafen), Kultur und Kunst.
  • Wichtige Arbeitgeber: Novartis, Roche, Lonza, Syngenta, Clariant, UBS, Schweizerische Post, Universität Basel, Universitätsspital Basel.
  • Durchschnittliche Gehälter nach Branche:
Branche Monatlich Netto (CHF)
Pharma/Biotech6.500–11.000
Finanzen6.000–10.000
Universität/Forschung4.500–7.500
Gesundheitswesen5.000–8.000
Gastgewerbe3.500–5.000
Technologie/IT5.500–9.000
  • Ressourcen für die Jobsuche: jobup.ch, local.ch, die Karriereportale von Novartis und Roche, LinkedIn, das Stellenportal der Universität Basel, Stellenangebote von Basel Area Business & Innovation.

Bildung in Basel

  • Internationale Schulen: International School of Basel (ISB, in Münchenstein), Swiss International School (SIS) Basel, eurécole.
  • Universitäten: Universität Basel (älteste Universität der Schweiz, gegründet 1460), Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel.
  • Sprachschulen: Migros Klubschule (bietet Deutsch, Französisch und weitere Sprachen an), VHS Basel (erschwingliche Integrationskurse), Berlitz Basel.

Banken und Finanzen

  • Eröffnung eines Bankkontos: Erforderlich sind ein gültiger Reisepass und ein Nachweis des Wohnsitzes in Basel (Anmeldebestätigung). Zu den Banken zählen UBS, Basler Kantonalbank und PostFinance. Bei vielen Anbietern können Sie das Konto bereits aus der Ferne vor Ihrer Ankunft einrichten.
  • AHV-Nummer: Die Sozialversicherungsnummer (AHV/AVS) wird automatisch ausgestellt, sobald Sie Ihren Wohnsitz beim örtlichen Einwohneramt anmelden.
  • Steuern: Basel-Stadt weist im Vergleich zu Genf oder Zürich wettbewerbsfähige Kantonssteuersätze auf. Einwohnerinnen und Einwohner werden auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene auf ihr weltweites Einkommen besteuert. Im ersten Jahr empfiehlt sich eine professionelle Steuerberatung, insbesondere bei grenzüberschreitenden Einkünften.

Umzugscheckliste für Basel

Vor der Ankunft
  • Beantragen Sie ein Visum oder eine Aufenthaltsbewilligung über die schweizerische Botschaft oder das Konsulat.
  • Bestätigen Sie Ihren Arbeitsvertrag oder einen Nachweis ausreichender finanzieller Mittel.
  • Stellen Sie ein Mieterdossier zusammen (Ausweis, Lohnnachweis, Betreibungsregisterauszug, Referenzen).
  • Besorgen Sie sich apostillierte oder beglaubigte Kopien wichtiger Dokumente (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Diplome).
  • Informieren Sie sich über Krankenversicherer – innerhalb von 3 Monaten nach Ankunft obligatorisch.
  • Wenn Sie bei Novartis oder Roche arbeiten, wenden Sie sich an die Personalabteilung wegen Umzugspaketen und Unterstützung bei der Wohnungssuche.
Erste Woche
  • Melden Sie sich innerhalb von 14 Tagen beim Einwohneramt oder Migrationsamt Ihres Quartiers an.
  • Eröffnen Sie ein Schweizer Bankkonto (UBS, Basler Kantonalbank, PostFinance).
  • Unterzeichnen Sie den Mietvertrag und hinterlegen Sie die Mietkaution (in der Regel 1–3 Monatsmieten auf einem Sperrkonto).
  • Kaufen Sie eine Schweizer SIM-Karte (Swisscom für die beste Netzabdeckung, Salt oder Sunrise für günstigere Tarife).
  • Machen Sie sich mit den Tram- und Buslinien zu Ihrem Arbeitsplatz vertraut.
Erster Monat
  • Melden Sie Ihre Kinder in der Schule oder im Kindergarten (Kita) an.
  • Melden Sie sich bei Bedarf für Deutschkurse an (VHS, Migros Klubschule).
  • Kaufen Sie ein BVB-Monats- oder Jahresabo für den öffentlichen Verkehr.
  • Suchen Sie sich einen Hausarzt und einen Zahnarzt vor Ort.
  • Erkunden Sie Kleinbasel und den Rhein – finden Sie Ihren liebsten Badeplatz für den Sommer.

Schweizer Kultur und Integrationstipps

Die Schweizer Kultur legt Wert auf Pünktlichkeit, Präzision und das Einhalten von Regeln. Pünktlich zu sein ist nicht optional – es ist ein Zeichen des Respekts. Ruhezeiten werden streng eingehalten, in der Regel von 22 Uhr bis 7 Uhr sowie den ganzen Sonntag über. Lärmende Tätigkeiten wie Bohren oder Staubsaugen am Sonntag sind verpönt und können zu Beschwerden der Nachbarn führen.

Recycling wird ernst genommen. Die Schweiz hat ein detailliertes Abfalltrennungssystem – informieren Sie sich über die Vorgaben Ihrer Gemeinde für Glas, Papier, Karton, Metall und Bioabfall. Eine unzulässige Entsorgung kann zu Bußgeldern führen. Sie müssen offizielle Kehrichtsäcke (Müllsäcke mit Gebühr) kaufen, in deren Preis die Entsorgungsgebühr enthalten ist.

Begrüßungen sind wichtig. Sagen Sie Nachbarn, Ladenangestellten und Personen in Ihrem Wohnhaus „Grüezi“ (schweizerdeutscher Gruß). Diese kleine Geste signalisiert, dass Sie sich um Integration bemühen.

Sonntags sind nahezu alle Geschäfte geschlossen – planen Sie Ihren Lebensmitteleinkauf für den Samstag. Restaurants, Tankstellenshops und der Bahnhofsshop am Basel SBB sind die Ausnahmen, die geöffnet bleiben. Auch die Cafeteria von Roche ist für Mitarbeitende an Wochenenden eine Option.

Zoll und Einfuhr von Umzugsgut

Sämtliche persönlichen Gegenstände müssen bei der Einreise mit dem Schweizer Zollformular 18.44 deklariert werden. Wenn Sie Ihren Hauptwohnsitz nach Basel verlegen, sind gebrauchte Haushaltsgegenstände und persönliche Effekten in der Regel von Einfuhrabgaben befreit. Für neue oder hochwertige Gegenstände können MwSt. von 8,1 % oder andere geltende Steuern anfallen. Vollständige Rechnungen und Packlisten erleichtern eine reibungslose Zollabfertigung.

Wenn Sie ein Fahrzeug einführen, muss dieses gesondert beim Zoll deklariert werden. Einfuhrabgaben und MwSt. fallen an, sofern das Fahrzeug nicht mit entsprechender Dokumentation länger als sechs Monate vor der Einfuhr in Ihrem Besitz war. Die meisten Führerscheine aus der EU/dem EWR können innerhalb von 12 Monaten ohne erneute Prüfung gegen einen Schweizer Führerausweis umgetauscht werden.

Haustiere mit nach Basel bringen

Haustiere müssen gechippt und gegen Tollwut geimpft sein und einen gültigen EU- oder Schweizer Heimtierausweis besitzen. Hunde müssen innerhalb von 10 Tagen nach Ankunft bei den Basler Behörden angemeldet werden. Je nach Herkunftsland können zusätzliche Gesundheitsauflagen gelten. Basel verfügt über mehrere Hundeparks entlang des Rheins, und Hunde sind im öffentlichen Verkehr mit einem ermäßigten Ticket willkommen.

Sicherheit und Notfallinformationen

Basel ist nach internationalen Maßstäben sehr sicher. Gewaltdelikte sind selten. Das häufigste Problem ist Fahrraddiebstahl – investieren Sie in ein gutes Schloss. Wählen Sie im Notfall 144 für den Krankenwagen, 117 für die Polizei oder 112 für die europäische Notrufnummer. Die Feuerwehr erreichen Sie unter 118. Das Universitätsspital Basel verfügt über eine Notaufnahme rund um die Uhr.

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