Linz liegt an der Donau im Herzen von Oberösterreich und verbindet schwerindustrielle Kraft mit einer überraschend lebendigen Kunst- und Technologieszene. Heimat von Voestalpine, einem der größten Stahlproduzenten Europas, und des international renommierten Ars-Electronica-Festivals zieht Linz Ingenieurinnen und Ingenieure, IT-Fachleute, Forschende und Kreative gleichermaßen an. Die Mieten liegen 20–30 % unter dem Wiener Niveau, das Donauufer bildet eine malerische Alltagskulisse und die Johannes Kepler Universität verankert einen wachsenden Tech-Korridor. Wer eine mittelgroße österreichische Stadt mit echten Karrierechancen und überschaubaren Kosten sucht, sollte Linz unbedingt näher betrachten.
Linz auf einen Blick
- Einwohnerzahl
- ~212.000 (Stadt); ~290.000 (Großraum)
- Region
- Oberösterreich, nördliches Österreich
- Bekannt für
- Stahlindustrie, Ars Electronica, Donauufer, Europäische Kulturhauptstadt 2009
- Durchschnittliche Miete (1 Zimmer)
- €700–€1,000
- Durchschnittsgehalt
- ~2.900 €/Monat netto
- Expat-Community
- Wachsend; konzentriert rund um den JKU-Campus, die Tech-Unternehmen und das Viertel um das OK Haus
Warum nach Linz ziehen
- Niedrigere Lebenshaltungskosten als in Wien oder Salzburg: Miete, Lebensmittel und Restaurants sind spürbar günstiger, während die österreichische Infrastrukturqualität erhalten bleibt.
- Starker Industrie- und Tech-Arbeitsmarkt: Voestalpine, Dynatrace, KEBA und zahlreiche Zulieferer sorgen für eine konstante Nachfrage nach Ingenieurinnen, Entwicklern und Facharbeitern.
- Kompakt und lebenswert: Mit der Straßenbahn durchquert man die Stadt in weniger als 25 Minuten; die meisten Stadtteile liegen 15 Minuten Radfahrt vom Zentrum entfernt.
- Kulturell schlägt Linz über seine Größe hinaus: Lentos Kunstmuseum, Ars Electronica Center, das Brucknerhaus und ein dichter Veranstaltungskalender machen Linz zu allem anderen als einer langweiligen Industriestadt.
Worauf du achten solltest
- Kleinere Expat-Szene: Linz hat nur einen Bruchteil der internationalen Community Wiens. Wenn dir ein großer englischsprachiger Bekanntenkreis wichtig ist, musst du dafür in Meetups und Uni-Veranstaltungen aktiv werden.
- Begrenztes Nachtleben: Bars und Clubs konzentrieren sich entlang der Landstraße und in der Altstadt, doch die Nacht endet früh und die Auswahl ist im Vergleich zu Wien oder Graz überschaubar.
- Industrieller Charakter: Das Voestalpine-Werk am südlichen Stadtrand erinnert (sichtbar und manchmal olfaktorisch) daran, dass Linz in erster Linie eine arbeitende Industriestadt ist.
- Flugverbindungen: Der Blue Danube Airport bietet nur eine Handvoll Routen. Für Langstreckenflüge geht es über Wien oder München.
Visa und Aufenthaltstitel für Österreich
Alle Drittstaatsangehörigen außerhalb von EU/EWR benötigen ein Visum oder einen Aufenthaltstitel, um in Linz zu leben und zu arbeiten. Die häufigsten Wege:
- Rot-Weiss-Rot-Karte: Punktebasierte Arbeitserlaubnis für qualifizierte Fachkräfte. Dein Arbeitgeber stellt den Antrag über das Arbeitsmarktservice (AMS). Punkte gibt es für Ausbildung, Berufserfahrung, Alter und Deutschkenntnisse.
- EU Blue Card: Verfügbar, wenn du einen Hochschulabschluss und ein Stellenangebot mit mindestens dem 1,5-Fachen des österreichischen Durchschnittsgehalts (63.672 € brutto/Jahr im Jahr 2026) hast.
- Nationales Visum D: Für Aufenthalte über 90 Tage zu Erwerbs-, Studien- oder Familiennachzugszwecken.
- Aufenthaltsbewilligung: Erforderlich, wenn du länger als sechs Monate bleibst.
EU-/EWR-Bürger müssen ihren Wohnsitz lediglich innerhalb von vier Monaten nach Ankunft anmelden. Die Anmeldung erfolgt beim Meldeamt im Magistrat Linz (Rathaus) in der Hauptstraße. Du erhältst einen Meldezettel (Anmeldebestätigung), der für nahezu alles Weitere nötig ist — Konto eröffnen, Mietvertrag unterschreiben, sich bei der Krankenversicherung anmelden.
Wichtige Ressourcen:
- Visumarten und Voraussetzungen: https://www.migration.gv.at/en/types-of-immigration/visa/
- Österreichische Vertretungen im Ausland: https://www.bmeia.gv.at/en/embassies-consulates/search-for-austrian-representation/
Wohnungssuche in Linz
Durchschnittsmieten
| Stadtteil | 1-Zimmer-Wohnung | 3-Zimmer-Wohnung | Charakter |
|---|---|---|---|
| Innere Stadt (Altstadt) | 800–1.000 € | 1.200–1.700 € | Historisches Zentrum, fußläufig, Premium-Mieten |
| Urfahr | 650–850 € | 950–1.400 € | Auf der anderen Donauseite, studentenfreundlich, lebendig |
| Ebelsberg | 600–750 € | 900–1.250 € | Familienorientiert, ruhig, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Dornach-Auhof | 600–750 € | 850–1.150 € | Wohngegend, nahe der JKU, erschwinglich |
| Pöstlingberg | 850–1.200 € | 1.300–1.800 € | Bergblick, gehoben, grün |
So findest du eine Wohnung
- Willhaben.at: Österreichs dominantes Immobilienportal. Filtere nach Linzer Postleitzahlen (4010–4030) und richte Alarme ein — gute Wohnungen sind schnell weg.
- Housing.at: Betrieben von der GWG, dem größten Anbieter geförderten Wohnraums in Linz. Einkommensgebundene Einheiten mit Mieten unter Marktniveau; auch für Expats einen Blick wert.
- ImmobilienScout24.at: Nationales Portal mit solidem Linzer Angebot, hilfreich zum Preisvergleich.
- Schwarze Bretter und Facebook-Gruppen der JKU: Die Expat- und Studierendennetzwerke der Universität posten häufig Untermieten und WG-Angebote. Suche „Wohnung Linz" oder „Expat Linz" auf Facebook.
- Immobilienmakler: RE/MAX und lokale Agenturen wie Schtelnik & Partner vermitteln Mietobjekte, allerdings mit einer Monatsmiete als Provision.
Tipps für Expats
- Vermieter verlangen üblicherweise eine Kaution von zwei bis drei Kaltmieten (Nettomiete ohne Betriebskosten). Gesetzlich liegt die Obergrenze bei sechs Monatsmieten.
- Bring nach Möglichkeit einen Einkommensnachweis oder einen Arbeitsvertrag auf Deutsch mit; viele private Vermieter bevorzugen das.
- Wohnbeihilfe ist über die oberösterreichische Landesregierung für einkommensschwache Haushalte beantragbar. Auf ooe.gv.at findest du die Einkommensgrenzen.
- Wohnungen werden als „Kaltmiete" (Nettomiete) plus „Betriebskosten" plus Heizung ausgeschrieben — frage immer nach der „Warmmiete" (Gesamtkosten pro Monat), um Überraschungen zu vermeiden.
Stadtteil-Guide
- Innere Stadt (Altstadt): Historisches Zentrum mit barocker und mittelalterlicher Architektur rund um den Hauptplatz und die Einkaufsstraße Landstraße. Ideal für Singles und Paare, die alles fußläufig erreichen möchten. Nahe Lentos, Brucknerhaus und Donauufer. Die Mieten sind die höchsten der Stadt, dafür spart man bei den Verkehrskosten.
- Urfahr: Nördlich der Donau, verbunden über die Nibelungenbrücke und die Vöestbrücke. Stark studentisch geprägt dank der Nähe zur JKU, mit vielen WG-Angeboten, günstigen Lokalen und Nachtleben rund um das OK Haus. Der wöchentliche Urfahrmarkt am Samstagvormittag ist eine lokale Institution. Mieten im mittleren Bereich.
- Ebelsberg: Südöstlich des Zentrums, beliebt bei Familien wegen der Parks (darunter das große Erholungsgebiet Ebelsberg), guten Volksschulen und ruhigeren Wohnstraßen. Erschlossen durch die Straßenbahnlinie 3. Einer der erschwinglichsten Stadtteile in Linz.
- Dornach-Auhof: Im Südwesten, direkt am JKU-Campus. Eine Mischung aus Studierendenwohnheimen, Nachkriegswohnbauten und Neubauten. Ideal für Studierende, Nachwuchsforschende und alle, die im Technologiepark arbeiten. Die internationale Schule LISA befindet sich hier. Günstige Mieten.
- Pöstlingberg: Der Hangstadtteil am nördlichen Rand von Linz, bekannt für seine Panoramablicke, die Pöstlingbergbahn (Linie 50) und große Einfamilienhäuser. Zieht wohlhabende Familien und Fachkräfte an, die das Grüne suchen. Miet- und Kaufpreise sind die höchsten in Linz.
- Franckviertel: Östlich des Hauptbahnhofs, ein aufstrebendes Viertel mit umgenutzten Industriebauten, Künstlerateliers und einer wachsenden Café-Szene. Günstiger als die Innere Stadt. Gute Bahn- und Busverbindungen.
Lebenshaltungskosten in Linz
Monatsbudget im Überblick
| Kategorie | Budgetbereich |
|---|---|
| Miete (1 Zimmer, Zentrum) | 750–1.000 € |
| Betriebskosten (Strom, Heizung, Wasser, Müll) | 180–280 € |
| Internet | 30–45 € |
| Lebensmittel | 300–400 € |
| Verkehr (Monatskarte) | 55 € |
| Essen gehen (4x/Monat) | 90–160 € |
| Freizeit / Fitnessstudio | 50–100 € |
| Gesamt | 1.530–2.160 € |
Alltagskosten
- Kaffee (Melange im Kaffeehaus): 3,20–4,00 €
- Mittagessen (lässig, Tagesteller / Mittagsmenü): 8–12 €
- Monatskarte für den Verkehr (Linz AG): 55 €
- Bier (0,5 l, Hofer oder Wirtshaus): 3,80–4,50 €
- Kinoticket: 9–12 €
- Leberkäsesemmel (lokaler Snack): 2,50–3,50 €
Mobilität in Linz
- Öffentlicher Verkehr: Die Linz AG Linien betreiben vier Straßenbahnlinien und ein dichtes Busnetz. Ein Einzelticket kostet 2,20 €; die Monatskarte kostet 55 € und gilt für alle Straßenbahnen und Busse innerhalb der Stadtzone. Mit der App Linz Linien kannst du Tickets am Handy kaufen und entwerten.
- Radfahren: Das flache Gelände entlang der Donau macht das Radfahren attraktiv. Die Stadt verfügt über mehr als 120 km Radwege. Nextbike-Verleihstationen sind über die Stadt verteilt; die ersten 30 Minuten sind mit Abo gratis.
- Autofahren: Parken in der Inneren Stadt ist über Kurzparkzonen geregelt — montags bis freitags maximal 1,5 bis 3 Stunden. Ein Parkpickerl (Anwohnerparkausweis) ist unverzichtbar, wenn du im Zentrum wohnst. Der Verkehr ist im Vergleich zu Wien insgesamt entspannt.
- Flughafen: Der Flughafen Linz (Blue Danube Airport, LNZ) liegt etwa 14 km südwestlich der Stadt und bietet nur ein begrenztes Liniennetz (hauptsächlich Frankfurt und saisonale Strecken). Die meisten internationalen Reisenden nutzen Wien (2 Stunden mit dem Railjet) oder München (2,5–3 Stunden mit dem Zug).
- Fernverkehr: Der Linzer Hauptbahnhof ist ein wichtiger ÖBB-Knoten an der Weststrecke. Railjets erreichen Wien in 1 h 20, Salzburg in 1 h 10 und München in 2 h 30. Auch die WESTbahn, ein privater Anbieter, fährt konkurrierende Verbindungen auf der Strecke Wien–Linz–Salzburg.
Gesundheitswesen in Linz
- Krankenhäuser: Das AKh Linz (Allgemeines Krankenhaus der Stadt Linz) in der Krankenhausstraße ist das größte Spital der Stadt und eines der größten Oberösterreichs. Das Unfallkrankenhaus Linz (AUVA) versorgt Arbeitsunfälle und Notfallverletzungen. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Seilerstätte ist eine angesehene private Alternative.
- Gesetzliche Krankenversicherung: Sobald du angestellt bist, bist du automatisch über den Lohn bei der ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) versichert. Deine Sozialversicherungsnummer wird mit der Anmeldung deines Dienstverhältnisses vergeben. Die e-card, die du bekommst, dient als Versicherungsnachweis bei jedem Arzt und jeder Apotheke.
- Englischsprachige Ärzte: Das Angebot ist akzeptabel, aber nicht riesig. Die größte Dichte gibt es im Bereich JKU-Campus und in der Inneren Stadt. Die Online-Ärztesuche der ÖGK (gesundheitskasse.at) erlaubt das Filtern nach Sprachen. Viele Fachärzte am AKh Linz sprechen Englisch.
- Apotheken: In jedem Stadtteil zu finden; die Apotheke am Hauptplatz hat lange offen. Die Nacht- und Bereitschaftsdienste (Notdienst) wechseln — schau auf linz.ag oder die Aushänge an jeder Apothekentür.
- Notrufnummer: 112 (europaweiter Notruf); 144 (österreichischer Rettungsdienst direkt).
Erhalten Sie einen persoenlichen Umzugsplan
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Banken und Steuern
Bankkonto eröffnen
Du brauchst einen gültigen Reisepass oder Personalausweis, deinen Meldezettel (Wohnsitzbestätigung) und idealerweise deine Sozialversicherungsnummer. Wichtige Banken mit Filialen in Linz:
- Raiffeisenlandesbank OÖ: Stärkste regionale Präsenz; die Filiale in der Landstraße ist expat-freundlich.
- Erste Bank: Filialen in der ganzen Stadt; bietet ein englischsprachiges Online-Banking.
- Bank Austria (UniCredit): Gutes Digital-Banking; die Filiale am Hauptplatz betreut regelmäßig internationale Kunden.
- Flatex / DADAT: Online-fokussierte Anbieter, die sich lohnen, wenn du selten in eine Filiale gehst.
Die meisten Konten kosten 2–5 €/Monat an Kontoführungsgebühren. Ein Girokonto mit Bankomatkarte ist Standard und für den Alltag ausreichend.
Steuern
Verbringst du mehr als 183 Tage pro Jahr in Österreich, bist du steuerlich ansässig und mit deinem Welteinkommen steuerpflichtig. Die Einkommensteuer ist progressiv und reicht von 0 % bis 55 %. Deine Steuernummer wird vom örtlichen Finanzamt Linz (in der Mozartstraße) zugeteilt. Bei Angestellten werden Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge automatisch vom Arbeitgeber via Lohnversteuerung einbehalten. Österreich hat Doppelbesteuerungsabkommen mit über 90 Ländern — prüfe, ob das Abkommen mit deinem Herkunftsland eine Doppelbesteuerung verhindert.
Führerschein und Fahrzeugimport
EU-/EWR-Führerscheine können beim Magistrat Linz ohne Prüfung umgeschrieben werden. Inhaber eines Nicht-EU-Führerscheins müssen ihren Führerschein innerhalb von sechs Monaten nach Begründung des Wohnsitzes umschreiben lassen — die meisten Drittstaaten verlangen sowohl eine Theorie- als auch eine Praxisprüfung auf Deutsch. Wenn du ein Fahrzeug aus einem Nicht-EU-Land importierst, musst du es beim Zollamt Österreich anmelden, allfällige Abgaben und Umsatzsteuer entrichten, eine technische Überprüfung bestehen und es bei der örtlichen Bezirkshauptmannschaft oder beim Magistrat zulassen. Fahrzeuge, die mindestens sechs Monate vor dem Umzug im Ausland besessen und genutzt wurden, können nach den Übersiedlungsregeln zollfrei importiert werden.
Bildung in Linz
- LISA — Linz International School Auhof: Eine öffentliche internationale Schule mit International Baccalaureate (IB), im Stadtteil Dornach-Auhof in der Nähe der JKU. Der Unterricht ist kostenlos (es handelt sich um eine öffentliche Schule), die Plätze sind jedoch heiß begehrt.
- Europaschule Linz: Eine weitere öffentliche Option mit zweisprachigen Schwerpunkten im Stadtzentrum.
- Johannes Kepler Universität (JKU): Die Vorzeigeuniversität von Linz mit Stärken in Informatik, Mechatronik, Wirtschaft und Recht. Viele Masterprogramme werden auf Englisch unterrichtet. Die Studiengebühren betragen für EU-/EWR-Bürger rund 750 €/Semester; Studierende aus Drittstaaten zahlen etwa 1.500 €/Semester.
- Kunstuniversität Linz: Schwerpunkt auf bildender Kunst, Industriedesign und Medien. Ideal für Kreativschaffende.
- Anton Bruckner Privatuniversität: Renommiert für Musik-, Tanz- und Schauspielausbildungen.
- Sprachschulen: Die Alpha Sprachenschule in der Landstraße und Berlitz Linz bieten Deutschkurse auf allen Niveaus. Der Deutschkurs Linz an der Volkshochschule offeriert günstige Intensivkurse von 200–400 € pro Monat.
Arbeitsmarkt in Linz
- Wichtige Branchen: Stahl und Metalle (Voestalpine), Chemie (Borealis, ehemals Chemie Linz), IT und Software (Dynatrace, KEBA, Fabasoft), Automatisierungstechnik, Logistik und öffentliche Verwaltung der oberösterreichischen Landesregierung.
- Große Arbeitgeber: Voestalpine (Stahl/Technologie, ~5.000 Beschäftigte am Standort Linz), Siemens (Industrietechnologie), Dynatrace (Software Intelligence, Hauptsitz in Linz), KEBA (Industrie- und Bankenautomation), Linz AG (städtische Versorgung und Verkehr), Borealis (Polyolefine) und die oberösterreichische Landesregierung.
- Durchschnittsgehälter nach Branche:
| Branche | Monatlich brutto | Monatlich netto (ca.) |
|---|---|---|
| Software/IT | 4.200–5.800 € | 2.800–3.600 € |
| Ingenieurwesen | 3.800–5.200 € | 2.500–3.300 € |
| Produktion/Facharbeit | 3.000–4.000 € | 2.100–2.700 € |
| Bildung/Forschung | 3.200–4.600 € | 2.200–3.000 € |
| Öffentliche Verwaltung | 3.000–4.200 € | 2.100–2.800 € |
- Ressourcen für die Jobsuche: Die Stellenbörse des AMS (Arbeitsmarktservice) auf jobs.ams.at, LinkedIn (mit Filter auf Linz), Karriere.at (Österreichs zentrales Jobportal) und der JKU Career Service für universitätsnahe Stellen. Deutschkenntnisse sind ein deutlicher Vorteil, IT-Stellen bei Dynatrace und ähnlichen Firmen laufen jedoch häufig auf Englisch.
Kultur und Lifestyle
- Ars Electronica Center: Das „Museum der Zukunft" in Linz am südlichen Donauufer mit interaktiven Ausstellungen zu KI, Robotik und Medienkunst. Das jährliche Ars Electronica Festival im September zieht über 100.000 Besucherinnen und Besucher an.
- Lentos Kunstmuseum: Ein markanter Glasbau am Donauufer mit moderner und zeitgenössischer Kunst. Seine LED-Beleuchtung bei Nacht ist ein Wahrzeichen der Stadt.
- Brucknerhaus: Die wichtigste Konzerthalle der Stadt an der Unteren Donaulände, Heimstätte des Bruckner Orchesters und Gastgeber internationaler Tourneen.
- Pöstlingberg: Ein 539 Meter hoher Hügel auf der Nordseite mit Panoramablick über Linz und die Donau. Erreichbar mit der historischen Pöstlingbergbahn (Linie 50). Die Wallfahrtskirche auf der Anhöhe und die Grottenbahn (eine Märchenbahn in den Befestigungsanlagen) machen ihn zu einem beliebten Wochenendziel.
- Donauufer und Donaupark: Das angelegte Ufergebiet östlich der Nibelungenbrücke ist Linz' Wohnzimmer im Freien — Joggerinnen, Radfahrer und sommerliche Biergärten teilen sich den Weg.
Essen und Trinken
- Lokale Spezialitäten: Die Linzer Torte (das älteste bekannte Tortenrezept der Welt, mit Gitterboden und Ribiselmarmelade, zu haben bei der Konditorei Jindrak in der Landstraße). Leberkäse (ein feines Brät) ist Alltagsessen, am besten als Semmel von Hofer oder vom lokalen Metzger.
- Beste Lokalviertel: Die Landstraße (Hauptgeschäftsstraße) für Cafés und lässige Gastronomie; die Altstadt rund um den Hauptplatz für traditionelle österreichische Wirtshäuser; die Gegend rund ums OK Haus und die JKU für internationale und studentenfreundliche Optionen.
- Günstig essen: Das Mittagsmenü in Wirtshäusern kostet 7–10 € für ein Zweigang-Menü. Die Mensa der JKU bietet Speisen ab 4–6 €. Bäckereien wie Ströck und Turbrot verkaufen belegte Brötchen und Süßgebäck für 3–5 €.
Expat-Community
- Expat-Gruppen: „Expats in Linz" auf Facebook und Meetup.com ist die aktivste Community und organisiert regelmäßig gesellige Events und Netzwerkabende.
- Internationale Organisationen: Die Austria-Ireland Society of Upper Austria und verschiedene Kulturvereine veranstalten Events auf Englisch. Der Linz International Business Club verbindet Fachleute internationaler Konzerne.
- Sprachaustausch: Sprachcafés finden wöchentlich im Café Museum und in der Volkshochschule Linz statt. Tandempartnerschaften lassen sich über das Sprachenzentrum der JKU leicht organisieren.
- Gegend ums OK Haus: Der Studierenden- und Expat-Cluster rund um die Julius-Raab-Straße bei der JKU fungiert als inoffizielles internationales Viertel von Linz, mit Pubs, internationalen Lebensmittelläden und einer lockeren, multikulturellen Atmosphäre.
Umzugs-Checkliste für Linz
- Bestätige, dass dein Visum oder Aufenthaltstitel bewilligt ist (Rot-Weiss-Rot-Karte, EU Blue Card oder nationales Visum D)
- Buche eine Unterkunft für die ersten 2–4 Wochen (Hotel, Airbnb oder möblierte Wohnung über Wunderflats)
- Sammle deine Unterlagen: Reisepass, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde (falls zutreffend), Hochschulzeugnisse — alle mit Apostille oder Legalisierung nach Bedarf
- Sichere dir eine internationale Krankenversicherung für die ersten Wochen (Reiseversicherung oder Privatpolizze), bis die österreichische gesetzliche Krankenversicherung greift
- Organisiere den Transport deines Hausrats; erstelle eine detaillierte Stückliste auf Deutsch oder Englisch für den Zoll
- Wenn du ein Auto aus einem Nicht-EU-Land mitbringst, halte die Conformity of Conformity (CoC), das Originaltypenschein und den Nachweis über mindestens sechs Monate Vorbesitz bereit
- Lade die App Linz AG Linien und die ÖBB-Scotty-App für den öffentlichen Verkehr herunter
- Melde deinen Wohnsitz beim Meldeamt (Magistrat Linz, Hauptstraße 1–5) an und hole deinen Meldezettel ab — erledige das vor allem anderen
- Eröffne ein Girokonto bei Raiffeisen, Erste Bank oder Bank Austria mit deinem Meldezettel und Reisepass
- Melde dich beim Finanzamt Linz (Mozartstraße) an, um deine Steuernummer zu erhalten, sofern du selbstständig bist; Angestellte erhalten sie automatisch über die Lohnverrechnung
- Melde dich über deinen Arbeitgeber bei der ÖGK an, oder als Selbstständige direkt beim ÖGK-Büro in der Gruberstraße
- Aktiviere deine e-card (Krankenversichertenkarte) — sie kommt innerhalb von 2–3 Wochen nach Anmeldung per Post
- Besorge dir eine lokale SIM-Karte: A1, Magenta (ehemals T-Mobile Austria) und Drei haben alle Shops in der Landstraße; Wertkartentarife starten bei 10 €/Monat
- Finde eine dauerhafte Wohnung; unterschreibe den Mietvertrag und zahle die Kaution
- Melde deine neue Adresse erneut an, falls du aus deiner ursprünglichen Übergangsunterkunft umgezogen bist
- Beantrage Wohnbeihilfe beim Amt der oberösterreichischen Landesregierung, wenn dein Einkommen die Voraussetzungen erfüllt
- Melde dich für einen Deutschkurs bei der Alpha Sprachenschule, bei Berlitz oder der Volkshochschule an, um auf das A2- oder B1-Zertifikat hinzuarbeiten — wichtig für den Daueraufenthalt
- Melde Kinder in der Schule an: Kontaktiere die LISA (Linz International School Auhof) frühzeitig, da die IB-Plätze schnell vergeben sind
- Wenn du mit dem eigenen Auto nach Österreich gefahren bist, starte innerhalb von sechs Monaten die Umschreibung deines Nicht-EU-Führerscheins bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder beim Magistrat
- Richte deine Versorgungsverträge ein: Strom bei Linz AG (dem städtischen Standardanbieter), Internet bei A1 oder Magenta
- Beantrage das Klimaticket Österreich, wenn du Fernverkehrsfahrten planst — der Jahrespass gilt für den gesamten öffentlichen Verkehr in Österreich inklusive Linz AG Linien
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