Zagreb ist die Hauptstadt und größte Stadt Kroatiens und verbindet mitteleuropäischen Charme mit einem entspannten mediterranen Lebensrhythmus. Aufgeteilt in die historische Oberstadt (Gornji Grad) und die belebte Unterstadt (Donji Grad), bietet die Stadt kopfsteingepflasterte Straßen, österreichisch-ungarische Architektur und eine blühende Cafékultur entlang von Straßen wie der Tkalciceva. Mit erschwinglichen Lebenshaltungskosten, einer wachsenden Technologieszene und der EU-Mitgliedschaft seit 2013 zieht Zagreb einen stetigen Strom von digitalen Nomaden, Remote-Workern und Fachkräften an, die eine hohe Lebensqualität zu einem Bruchteil westeuropäischer Preise suchen.
Zagreb auf einen Blick
- Einwohnerzahl
- ~770.000 (Volkszählung 2021: 767.131; Metropolregion ~1,1 Millionen)
- Region
- Mittelkroatien
- Bekannt für
- Ober- und Unterstadt, Dolac-Markt, wachsender Technologie-Standort
- Durchschnittliche Miete (1-Zimmer-Wohnung)
- €550–€750
- Durchschnittsgehalt
- ca. 1.650 €/Monat (netto)
- Expats-Gemeinschaft
- Wachsend — Technologiearbeitende, Studierende, EU-Fachkräfte
Warum ein Umzug nach Zagreb sich lohnt
- Lebenshaltungskosten: Zagreb ist deutlich günstiger als die meisten westeuropäischen Hauptstädte. Ein komfortabler Lebensunterhalt für eine Person — Miete, Lebensmittel, Essen gehen und Verkehrsmittel — ist für etwa 1.200–1.500 €/Monat möglich, verglichen mit 2.500 € und mehr in Städten wie Amsterdam oder Wien.
- Wachsende Technologie-Szene: Kroatiens Startup-Ökosystem konzentriert sich auf Zagreb, wobei Unternehmen wie Infobip und Rimac Automobili die Stadt weltweit bekannt gemacht haben. Coworking-Spaces, Hackathons und eine unterstützende Gemeinschaft machen sie zu einem attraktiven Standort für Technologiearbeitende und Gründer.
- Kompakt und fußgängerfreundlich: Das Stadtzentrum lässt sich problemlos zu Fuß erkunden. Die meisten Dinge des täglichen Bedarfs — Lebensmittel, Cafés, Parks und Dienstleistungen — sind von jedem zentralen Viertel in 15 Gehminuten oder einer kurzen Straßenbahnfahrt erreichbar.
- EU- und Eurozonemitglied: Als Teil der EU seit 2013 und der Eurozone seit 2023 bietet Zagreb EU-Bürgern Freizügigkeit, keine Probleme beim Währungsumtausch (die offizielle Währung ist der Euro (€)) und einen unkomplizierten Zugang zum Binnenmarkt.
- Lebensqualität: Vier ausgeprägte Jahreszeiten, sichere Straßen, ein reichhaltiges Kulturprogramm und eine berühmt entspannte Cafékultur sorgen für einen Lebensstil, der in europäischen Lebensqualitätsstudien durchgehend gut abschneidet.
Wohnungssuche in Zagreb
Zagrebs Wohnungsmarkt ist aktiv und im Vergleich zu Westeuropa relativ erschwinglich, obwohl die Preise seit dem Beitritt Kroatiens zur Eurozone im Jahr 2023 stetig steigen. Die meisten Langzeitmieten sind unmöbliert, möblierte Optionen gibt es jedoch mit einem Aufschlag von 10–20 %. In beliebten Vierteln geht es schnell zu, daher ist es wichtig, die Unterlagen bereitzuhalten und bereit zu sein, sich innerhalb weniger Tage zu entscheiden.
Durchschnittsmieten
| Stadtviertel | 1-Schlafzimmer | 3-Schlafzimmer | Charakter |
|---|---|---|---|
| Donji Grad (Unterstadt) | €650–€850 | €1.100–€1.500 | Zentral, fußgängerfreundlich, lebhaft |
| Trešnjevka | €500–€700 | €900–€1.200 | Wohngebiet, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Maksimir | €450–€650 | €850–€1.100 | Grün, ruhig, familienfreundlich |
| Dubrava | €400–€550 | €700–€950 | Bezahlbar, lokales Flair |
Wohnungssuche
- Index.hr: Kroatiens größte Kleinanzeigen-Seite — die erste Anlaufstelle für Wohnungsinserate.
- Njuskalo.hr: Beliebte Immobilienplattform mit Filtern für Preis, Größe und Stadtviertel.
- Facebook-Gruppen: Die Gruppen „Zagreb Rentals“ und „Expats in Zagreb“ veröffentlichen oft Inserate, bevor diese auf den großen Portalen erscheinen.
- Lokale Makler: Makler berechnen eine Monatsmiete als Provision, sparen aber Zeit bei Verträgen und Sprachbarrieren.
Tipps für Expats
- Planen Sie ein, eine Kaution von ein bis drei Monatsmieten im Voraus zu zahlen.
- Die meisten Verträge werden für ein Jahr abgeschlossen (sogenannter „Ugovor o najmu“).
- Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas, Internet) werden meist separat abgerechnet — planen Sie zusätzlich 100–150 €/Monat ein.
- Prüfen Sie vor der Unterzeichnung immer, ob der Vermieter der eingetragene Eigentümer ist.
- Wenn Sie kein EU-Bürger sind, muss Ihr Vermieter möglicherweise eine Kopie der Eigentumsregistrierung für Ihren Antrag auf Aufenthaltserlaubnis vorlegen.
- Vermeiden Sie Barzahlungen der Kaution ohne schriftliche Quittung. Banküberweisungen hinterlassen einen nachvollziehbaren Beleg.
Stadtteilführer
Zagreb ist in die historische Oberstadt und die modernere Unterstadt gegliedert, mit Wohnvierteln, die sich nach außen erstrecken. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter, und die richtige Wahl hängt von Ihrem Budget, Ihrem Lebensstil und Ihrem Arbeitsweg ab.
- Donji Grad (Unterstadt): Das Herz von Zagreb — elegante österreichisch-ungarische Gebäude, Museen, Theater und der Hauptplatz (Trg bana Jelačića). Ideal für Berufstätige und alle, die mitten im Geschehen sein möchten. Zu Fuß erreichbar: Tkalčićeva, Dolac-Markt und die meisten Coworking-Spaces. Mittlere bis hohe Miete.
- Gornji Grad (Oberstadt): Die mittelalterliche Altstadt mit Kopfsteinpflastergassen, der Markuskirche und Panoramablick über die Stadt. Charmant, aber begrenztes Mietangebot und höhere Preise. Nachts ruhig. Ideal für Geschichtsliebhaber und alle, die Atmosphäre über Bequemlichkeit stellen.
- Umgebung Tkalčićeva: Rund um Zagrebs bekannteste Fußgängerzone. Cafés, Bars und Restaurants direkt vor der Haustür. Großartig für das Nachtleben und gesellige Expats, aber an Wochenenden kann es laut werden. Die Mieten sind aufgrund der zentralen Lage höher.
- Trešnjevka: Ein ehemaliges Industrieviertel in raschem Aufbruch. Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, gute Straßenbahnverbindung ins Zentrum in 10–15 Minuten und eine wachsende Restaurant- und Barszene. Beliebt bei jungen Berufstätigen, Kreativen und Familien, für die das Zentrum zu teuer geworden ist.
- Maksimir: Grün und Wohngebiet, Heimat von Zagrebs größtem Park und dem Stadtzoo. Ruhige Straßen, gute Schulen und familienfreundlich. Etwas weiter vom Zentrum entfernt, aber gut durch die Straßenbahn angebunden. Niedrigere Mieten als im Zentrum machen den Stadtteil bei Familien und Naturfreunden beliebt.
- Dubrava: Eines der erschwinglichsten Viertel in Zagreb. Gut durch die Straßenbahn angebunden, mit lokalen Märkten und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Weniger gepflegt als andere Stadtteile, aber stetig im Aufschwung. Am besten für budgetbewusste Neuankömmlinge, die ein authentisches, lokales Erlebnis suchen.
Lebenshaltungskosten in Zagreb
Zagreb bleibt eine der erschwinglichsten Hauptstädte in der EU. Zwar sind die Preise seit der Einführung des Euro im Jahr 2023 gestiegen, dennoch bietet die Stadt ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als westeuropäische Vergleichsstädte. Eine Einzelperson kann komfortabel mit 1.200–1.600 € im Monat leben, und ein Paar kommt gut mit 2.000–2.500 € aus.
Monatliche Budgetaufschlüsselung
| Kategorie | Budgetrahmen |
|---|---|
| Miete (1-Zimmer, Zentrum) | €650–€850 |
| Nebenkosten | €120–€160 |
| Internet | €25–€35 |
| Lebensmittel | €200–€300 |
| Verkehr | €46–€60 |
| Essen gehen (4×/Monat) | €80–€120 |
| Freizeit/Fitnessstudio | €30–€50 |
| Gesamt | €1.150–€1.575 |
Alltagskosten
- Kaffee: €2–€3
- Mittagessen (ungezwungen): €8–€12
- Monatliche Fahrkarte: €46
- Bier (Bar): 3–4 €
- Kinoticket: 6–8 €
- Fitnessstudio-Mitgliedschaft: 30–50 €/Monat
- Laib Brot: 1–1,50 €
- Monatliche Nebenkosten (Durchschn.): 120–160 €
- Flasche Wasser (0,5 l): 1–1,50 €
- Mahlzeit im mittelpreisigen Restaurant: 15–25 €
- Taxi (Stadtzentrum, kurze Fahrt): 5–8 €
Geld sparen in Zagreb
- Kaufen Sie auf dem Dolac-Markt und lokalen Grünmärkten frische Lebensmittel zu niedrigeren Preisen als im Supermarkt.
- Nutzen Sie die günstigen „gablec“-Mittagsmenüs, die die meisten Restaurants wochentags zwischen 11:00 und 15:00 Uhr anbieten.
- Nutzen Sie die Monatskarte für Straßenbahn und Bus (€46) statt einzelner Fahrkarten — sie amortisiert sich nach etwa 30 Fahrten.
- Viele Museen bieten an bestimmten Tagen freien Eintritt oder ermäßigte Preise für Studenten und Senioren.
- Kochen Sie zu Hause mit Zutaten von den lokalen Märkten — ein Wocheneinkauf auf dem Dolac kostet etwa €25–€40 für eine Person.
Unterwegs in Zagreb
Zagreb ist eine kompakte Stadt mit einem effizienten öffentlichen Verkehrsnetz. Die meisten Einwohner nutzen für den täglichen Arbeitsweg Straßenbahn und Bus, obwohl das Zentrum sehr fußgängerfreundlich ist.
- Öffentlicher Nahverkehr: Zagrebs Straßenbahn- und Busnetz deckt die gesamte Stadt ab. Eine Monatskarte kostet etwa €46 und ist die wirtschaftlichste Option für Pendler. Einzelfahrkarten kosten ca. €1,50 und sind beim Fahrer oder über die ZET-App erhältlich.
- Radfahren: Die Stadt ist in der Unterstadt weitgehend flach, und das Radwegenetz wird weiter ausgebaut. Verleih- und Bikesharing-Angebote wie Nextbike sind von Frühling bis Herbst verfügbar.
- Auto: Der Verkehr kann zur Hauptverkehrszeit dicht sein, besonders auf den Brücken, die die Ost- und Westseite der Stadt verbinden. Parkplätze im Zentrum sind begrenzt und in Zonen (1, 2 und 3) mit unterschiedlichen Stundensätzen geregelt. Ein Auto ist eher nützlich, um die Umgebung zu erkunden — die Küste, die Plitvicer Seen oder Slowenien — als für den täglichen Weg in der Stadt.
- Flughafen: Der Flughafen Zagreb Franjo Tuđman (ZAG) liegt etwa 17 km vom Zentrum entfernt und ist durch Shuttlebusse und Taxis angebunden. Er bietet Direktflüge in die meisten großen europäischen Städte, darunter London, Paris, Berlin, Amsterdam und Istanbul.
- Fernverkehr: Regelmäßige Zug- und Busverbindungen verbinden Zagreb mit Split (5–6 Stunden), Rijeka (3–4 Stunden), Dubrovnik (9–10 Stunden mit dem Bus) und benachbarten Hauptstädten wie Ljubljana (2,5 Stunden) und Wien (4–5 Stunden mit dem Zug).
Gesundheitsversorgung in Zagreb
Kroatien bietet eine solide Gesundheitsversorgung, und Zagreb als Hauptstadt verfügt über die besten Einrichtungen des Landes. Sowohl öffentliche als auch private Optionen stehen zur Verfügung, und die Qualität der medizinischen Betreuung ist allgemein hoch.
- Krankenhäuser/Kliniken: Zagreb verfügt über mehrere große Krankenhäuser, darunter das Universitätsklinikum (KBC Zagreb) und Sestre Milosrdnice. Private Kliniken wie Svjetlost und Aviva bieten schnelleren Zugang, kürzere Wartezeiten und englischsprachiges Personal.
- Englischsprachige Ärzte: In privaten Kliniken weit verbreitet und auch in öffentlichen Einrichtungen zunehmend häufiger anzutreffen, insbesondere unter jüngeren Ärztinnen und Ärzten. Zahnärzte und Fachärzte mit Englischkenntnissen sind im Stadtzentrum leicht zu finden.
- Apotheken: In der ganzen Stadt reichlich vorhanden, viele haben lange geöffnet oder nach einem Rotationsplan auch am Wochenende. Verschreibungspflichtige Medikamente sind im öffentlichen System erschwinglich.
- Notrufnummer: 112 (allgemein) / 194 (Krankenwagen)
- Krankenversicherung: Gesetzlich gemeldete Einwohner sind über den kroatischen Krankenversicherungsfonds (HZZO) versichert. Viele Expats ergänzen dies durch eine private Versicherung für einen schnelleren Zugang zu Fachärzten.
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Kultur & Lebensstil
Zagreb hat einen ausgeprägt mitteleuropäischen Charakter — näher an Wien oder Budapest als an der dalmatinischen Küste. Das Lebenstempo ist entspannt, aber nicht träge, mit einer ausgeprägten Kaffeekultur, einer lebhaften Kunstszene und einem Veranstaltungskalender voller Festivals und Events.
- Kaffeekultur: Zagreb nimmt seinen Kaffee ernst. Straßencafés füllen sich täglich, besonders entlang der Tkalčićeva und rund um den Trg bana Jelačića. Einen Kaffee bestellen und stundenlang sitzen ist die wichtigste soziale Aktivität — niemand hetzt Sie.
- Dolac-Markt: Der ikonische Freiluftmarkt der Stadt, direkt hinter dem Hauptplatz. Frisches Obst und Gemüse, lokaler Käse, Honig und Blumen — jeden Morgen geöffnet und das Herz von Zagrebs Gastro-Szene. Die roten Schirme sind ein prägendes Bild der Stadt.
- Tkalčićeva-Straße: Zagrebs berühmteste Fußgängerzone, die mitten durch das Herz der Altstadt verläuft. Gesäumt von Cafés, Weinbars und Restaurants, verwandelt sie sich nachmittags in die wichtigste Ausgehmeile der Stadt. Ein Muss für jeden, der sich in Zagrebs sozialen Rhythmus einlebt.
- Oberstadt (Gornji Grad): Der mittelalterliche Kern der Stadt, zu Fuß oder mit der kürzesten Standseilbahn der Welt erreichbar. Kopfsteinpflasterstraßen, die Markuskirche mit ihrem farbenfrohen Ziegeldach, das Steintor und weitreichende Blicke über die Dächer. Nachts ruhig und tagsüber voller Atmosphäre.
- Museen und Kunst: Heimat des Museums der zerbrochenen Beziehungen (weltweit einzigartig), des Mimara-Museums, des Kroatischen Nationaltheaters und einer lebhaften Street-Art-Szene. Viele Museen bieten an bestimmten Tagen oder für Studierende freien Eintritt.
- Festivals: Advent in Zagreb (immer wieder zu den besten Weihnachtsmärkten Europas gewählt), INmusic Festival, Animafest und das Zagreb Film Festival sind Höhepunkte im Jahreskalender.
- Nachtleben: Von entspannten Weinbars und Jazz-Clubs bis hin zu lebhaften Clubs im Tkalčićeva-Viertel und entlang der Save-Ufer. Die Szene ist energiegeladen, aber deutlich erschwinglicher als in den meisten europäischen Hauptstädten.
Essen & Gastronomie
Zagrebs Gastronomieszene verbindet traditionelle kroatische Küche mit moderner Bistrokultur. Die Stadt wird zunehmend als eigenständiges kulinarisches Ziel wahrgenommen — nicht nur als Durchgangsstation zur Küste.
- Lokale Spezialitäten: Štrukli (gebackenes Käsegebäck, Zagrebs Signature-Gericht), Ćevapi (gegrilltes Hackfleisch mit Fladenbrot), Zagrebački odrezak (paniertes Kalbfleisch, gefüllt mit Schinken und Käse) und saisonale Strudel-Variationen.
- Dolac-Markt: Der ikonische Markt mit den roten Schirmen hinter dem Hauptplatz ist jeden Morgen geöffnet. Bauern aus den umliegenden Dörfern verkaufen frisches Obst, Gemüse, lokalen Käse (Sir), luftgetrocknete Wurstwaren und Honig. Hier kaufen Sie Qualitätsprodukte zu fairen Preisen und erleben den Zagreber Alltag.
- Beste Ausgehviertel: Die Tkalčićeva-Straße für Atmosphäre und Vielfalt, Bogovićeva für entspanntes Essen und die Seitenstraßen rund um den Dolac-Markt für traditionelle Konoba-Gerichte (Wirtshausküche).
- Günstige Optionen: Pekarnas (Bäckereien) verkaufen Gebäck und belegte Brötchen für unter 3 €. Viele Restaurants bieten einen „Gablec“ (Mittagsmenü) für 6–9 € an, der in der Regel Suppe und ein Hauptgericht umfasst. In Schnellrestaurants gibt es Ćevapi oder Burek für 4–6 €.
Expat-Community
Die Zagreber Expat-Community ist in den letzten Jahren spürbar gewachsen, angetrieben von Remote-Workern und Technikexperten, die die Erschwinglichkeit und Lebensqualität der Stadt für sich entdecken.
- Meetup-Gruppen: Regelmäßige Sprachtandems, Wandergruppen, Brettspielabende und Tech-Meetups über Meetup.com und Facebook. Die Veranstaltungen finden oft auf Englisch statt.
- Internationale Organisationen: Der International Women's Club of Zagreb, verschiedene EU-Berufsnetzwerke und kroatische Sprachtandem-Programme bieten strukturierte Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen.
- Coworking-Spaces: HUB385, Impact Hub Zagreb und BIZkoshnica sind bei Freiberuflern und Remote-Workern beliebt. Sie veranstalten Community-Events, Workshops und Networking-Abende.
- Online-Communitys: Die Facebook-Gruppe „Expats in Zagreb“ ist die aktivste Online-Community mit Tausenden von Mitgliedern, die Tipps zu Wohnen, Bürokratie und Sozialleben teilen.
Arbeitsmarkt in Zagreb
Zagreb ist Kroatiens Wirtschaftsmotor und Sitz der meisten Unternehmenszentralen, Technologieunternehmen und internationalen Organisationen des Landes. Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren verengt, wobei Fachkräftemangel in den Bereichen IT, Gesundheitswesen und Gastgewerbe Chancen für qualifizierte Expats schafft.
- Wichtigste Branchen: IT und Softwareentwicklung, Tourismus und Gastgewerbe, verarbeitendes Gewerbe, Pharmazeutik, Finanzwesen und Logistik.
- Größte Arbeitgeber: Infobip (Cloud-Kommunikation), Rimac Automobili (Elektrofahrzeuge), Ericsson Nikola Tesla (Telekommunikation), INA (Energie), Zagrebačka Banka (Bankwesen) sowie diverse internationale Unternehmen mit Regionalbüros.
- Durchschnittsgehälter nach Branche:
| Branche | Durchschnitt netto monatlich |
|---|---|
| IT / Software | €1.500–€2.500 |
| Finanzwesen | €1.200–€2.000 |
| Gastgewerbe | €800–€1,200 |
| Bildung | €900–€1,300 |
- Stellensuche: Posao.hr, MojPosao.net, LinkedIn und lokale Startup-Community-Foren. Networking-Veranstaltungen von HUB385 und Impact Hub sind ebenfalls wertvoll, um Kontakte zu knüpfen.
- Freiberuflichkeit und Selbstständigkeit: Kroatien bietet ein „paušalni obrt“ (Pauschal-Einzelunternehmen), das bei Freiberuflern aufgrund vereinfachter Steuerpflichten beliebt ist. Digitale Nomaden aus Nicht-EU-Ländern können Kroatiens Visum für digitale Nomaden beantragen, das einen einjährigen steuerfreien Aufenthalt gewährt.
Bildung in Zagreb
Zagreb verfügt über eine ausgeprägte Bildungsinfrastruktur auf allen Ebenen, von Grundschulen bis hin zu erstklassigen Universitäten. Das Angebot an internationalen Schulen wurde in den letzten Jahren erweitert, um der wachsenden Nachfrage von Expats gerecht zu werden.
- Internationale Schulen: American International School of Zagreb (US-Lehrplan), British International School of Zagreb (britischer Lehrplan), German School Zagreb (deutscher Lehrplan). Die Schulgebühren liegen zwischen 8.000 und 18.000 €/Jahr, je nach Schule und Klassenstufe.
- Universitäten: University of Zagreb (gegründet 1669, eine der ältesten und größten Universitäten Mitteleuropas), Zagreb School of Economics and Management (ZSEM) und Algebra University College (Schwerpunkt IT und digitale Fähigkeiten).
- Sprachschulen: Zahlreiche Kroatischkurse für Ausländer sowie Goethe-Institut, British Council und Alliance Française mit europäischen Sprachprogrammen.
Visum & Aufenthaltsrecht
EU/EWR-Bürger können ohne Visum unbegrenzt in Kroatien leben und arbeiten. Nicht-EU-Staatsangehörige benötigen eine Aufenthaltserlaubnis, die in der Regel eine Arbeitsbestätigung, eine Immatrikulationsbescheinigung oder den Nachweis ausreichender finanzieller Mittel voraussetzt.
- Kurzaufenthalte (bis zu 90 Tagen): Die meisten Nicht-EU-Staatsangehörigen können mit einem Schengen-Visum Typ C einreisen.
- Langzeitaufenthalt: Erfordert ein nationales Visum D oder eine befristete Aufenthaltserlaubnis. Anträge werden bei der nächstgelegenen kroatischen Botschaft oder dem zuständigen Konsulat eingereicht.
- Digital-Nomaden-Visum: Kroatien bietet ein spezielles Visum für Remote-Worker, die bei Unternehmen außerhalb Kroatiens beschäftigt sind. Es gewährt einen einjährigen Aufenthalt und ist von der kroatischen Einkommensteuer befreit.
- EU-Blaue Karte: Verfügbar für hochqualifizierte Nicht-EU-Arbeitnehmer mit einem qualifizierten Stellenangebot in Kroatien.
Weitere Informationen: Kroatisches Innenministerium — Ausländerwesen
Umzugscheckliste für Zagreb
- Sichern Sie sich einen Mietvertrag oder eine kurzfristige Unterkunft (Airbnb für die ersten 2–4 Wochen empfohlen)
- Beantragen oder prüfen Sie Ihr Visum/Ihre Aufenthaltserlaubnis (falls Nicht-EU)
- Beantragen Sie Ihre OIB (persönliche Identifikationsnummer) — kann über die kroatische Steuerbehörde beantragt werden
- Besorgen Sie eine internationale Krankenversicherung oder bereiten Sie sich darauf vor, sich bei der HZZO nach der Ankunft anzumelden
- Bereiten Sie beglaubigte Kopien wichtiger Dokumente vor (mit Apostille, falls Sie von außerhalb der EU kommen)
- Recherchieren Sie Ihr Wunschviertel und treten Sie im Voraus lokalen Facebook-Gruppen bei
- Melden Sie Ihre Adresse bei der örtlichen Polizeistation (MUP) an — für Nicht-EU-Staatsangehörige innerhalb von 3 Tagen erforderlich
- Eröffnen Sie ein kroatisches Bankkonto (Zagrebačka Banka, Erste oder PBZ sind am ausländerfreundlichsten)
- Besorgen Sie eine lokale SIM-Karte (T-Mobile, A1 oder Telemach — Prepaid-Optionen ohne Vertrag verfügbar)
- Machen Sie sich mit den Straßenbahn- und Busverbindungen vertraut und laden Sie die ZET-App herunter
- Besuchen Sie den Dolac-Markt und erkunden Sie Ihre Nachbarschaft zu Fuß
- Registrieren Sie sich bei einem Arzt (öffentlich über die HZZO oder in einer Privatklinik)
- Melden Sie sich für einen Kroatisch-Sprachkurs an
- Treten Sie Expats-Gruppen bei und besuchen Sie mindestens ein Meetup oder Coworking-Event
- Erkunden Sie Stadtteile außerhalb des Zentrums — Trešnjevka, Maksimir und Dubrava haben jeweils ihren eigenen Charakter
- Richten Sie wiederkehrende Nebenkosten und Internet ein (A1 und T-Com sind die wichtigsten Breitbandanbieter)
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