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Umzug nach Innsbruck

Stadtratgeber fur Innsbruck, Austria.

ReloAdvisor Team
13 min Lesezeit Stadtratgeber Austria · Innsbruck
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Eingebettet in ein enges Tal, wo der Inn auf die Nordkette trifft, ist Innsbruck die Hauptstadt Tirols und eine der landschaftlich beeindruckendsten Städte Europas. Mit rund 130.000 Einwohnern, die zwischen Gipfeln eingezwängt sind, die über 2.000 Meter aufragen, ist sie gleichzeitig Universitätsstadt, Wintersportzentrum und Sitz der Landesregierung. Expats zieht es hierher für alpine Forschungsstellen an der Universität Innsbruck, Jobs im Tourismusmanagement, Tech-Startups und die einfache Tatsache, dass man vom Stadtzentrum in unter dreißig Minuten mit der Gondel auf eine Skipiste gelangt. Dieser Leitfaden deckt alles ab, was Sie vor Ihrem Umzug wissen müssen.

Innsbruck auf einen Blick

AT flag
Einwohnerzahl
~132.000 (Stadt), ~250.000 (Metropolregion einschließlich umliegender Tiroler Täler)
Region
Tirol, Westösterreich
Bekannt für
Alpenlandschaft, Wintersport, Universität Innsbruck, Nordkette direkt vom Stadtzentrum erreichbar
Durchschnittliche Miete (1-Zi.-Whg.)
€900–€1.300 je nach Stadtteil
Durchschnittliches Gehalt
~€2.800–€3.300 netto/Monat
Expat-Gemeinschaft
Mittelgroß — geprägt von Universitätsforschern, Tourismusfachleuten und Saisonarbeitern; aktive internationale Gruppen über MCI und Uni Innsbruck

Warum nach Innsbruck ziehen?

  • Alpen direkt vor der Haustür: Die Hungerburgbahn startet vom Stadtzentrum und erreicht die Nordkette in wenigen Minuten; Skigebiete wie Patscherkofel und Axamer Lizum sind mit dem öffentlichen Bus erreichbar.
  • Kompakte, lebenswerte Stadt: Die meisten Erledigungen sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar; die Innbrücken verbinden Nord- und Südufer in einem zehnminütigen Spaziergang.
  • Starker Universitäts- und Forschungssektor: Die Universität Innsbruck (Leopold-Franzens-Universität) und das MCI Management Center Innsbruck ziehen internationale Wissenschaftler und Studierende an.
  • Saubere Luft und Outdoor-Kultur: Die Tiroler Landesumweltanwaltschaft schützt aktiv die Luftqualität; Wandern, Klettern und Skifahren prägen das Wochenendleben.
  • Zentrale Verbindungen in Europa: Der Innsbruck Hauptbahnhof bietet direkte Bahnverbindungen nach München (unter 2 Stunden), Wien (4 Stunden) und Zürich (3,5 Stunden).

Visa und Aufenthalt

Österreich verlangt von den meisten Nicht-EU/EWR-Staatsangehörigen, vor dem Umzug eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Die wichtigsten Kategorien für nach Innsbruck ziehende Expats sind:

  • Rot-Weiss-Rot Karte: Punktebasierte Arbeitsbewilligung für qualifizierte Fachkräfte. Innsbrucker Arbeitgeber aus Technik, Tourismus und Forschung sponsern diese Karte häufig. Sie benötigen mindestens 55 Punkte auf Basis von Qualifikation, Erfahrung, Alter und Sprachkenntnissen. Die Bearbeitung dauert 8–12 Wochen über die österreichische Botschaft oder das Konsulat in Ihrem Heimatland. Nach 21 Monaten mit der RWR-Karte können Sie die RWR-Karte plus beantragen, die flexiblere Arbeitgeberwechselrechte gewährt.
  • Aufenthaltsbewilligung: Für Studierende, die an der Universität Innsbruck oder am MCI eingeschrieben sind; Nachweise über ausreichende Finanzmittel (ca. €1.000/Monat) und eine Krankenversicherung sind erforderlich. Studierende aus Nicht-EU-Ländern müssen den Antrag vor der Einreise nach Österreich beim zuständigen österreichischen Konsulat stellen.
  • D-Visum (Nationales Visum D): Für Aufenthalte zwischen 91 Tagen und sechs Monaten; häufig genutzt von Forschern und Saisonarbeitern im Tourismus.
  • EU/EWR-Bürger: Müssen sich innerhalb von drei Tagen nach der Ankunft beim örtlichen Meldeamt anmelden. Sie erhalten einen Meldezettel, der Ihre Adresse bestätigt — dieses Dokument ist für alles unerlässlich, von der Kontoeröffnung bis zur Anmeldung bei der Krankenversicherung.

Anträge auf Aufenthaltstitel werden über die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck-Land (Bezirksbehörde für das Umland) oder den Magistrat der Stadt Innsbruck (Stadtbehörde für Einwohner innerhalb der Stadtgrenzen) bearbeitet. Rechnen Sie bei Nicht-EU-Genehmigungen mit Bearbeitungszeiten von 8–16 Wochen.

Wohnungssuche in Innsbruck

Durchschnittliche Mieten

Stadtteil 1-Zimmer-Wohnung 3-Zimmer-Wohnung Charakter
Altstadt€1.100–€1.400€1.800–€2.400Historisches Zentrum, knappes Angebot, überwiegend sanierte Altbauwohnungen über Geschäften
Saggen€1.000–€1.300€1.700–€2.200Ruhiges Wohnviertel, in der Nähe des Tirol Klinikums, beliebt bei Familien und medizinischem Personal
Pradl€850–€1.100€1.400–€1.800Dichtes Wohngebiet, gute Busverbindungen, viele Studierende in der Nähe von Universitätseinrichtungen
Hötting€950–€1.250€1.600–€2.100Hanglage nördlich des Inns, Panoramablick, ältere Bauernhöfe neben modernen Neubauten
Wilten€800–€1.050€1.300–€1.700Südlich des Hauptbahnhofs, erschwinglicher, Heimat der Bergisel-Skisprunganlage
Reichenau€750–€1.000€1.200–€1.600Östlicher Stadtteil, grüner und ruhiger, bei Familien beliebt, gute IVB-Straßenbahnanbindung

Wohnungssuche – So gehen Sie vor

  • Willhaben.at: Österreichs führende Immobilienplattform; filtern Sie nach Innsbruck und umliegenden Tiroler Ortschaften. Die meisten Vermieter inserieren ausschließlich hier.
  • Housing.at: Betrieben von gemeindlichen und gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften (Gemeindebauten); einkommensabhängige Mieten, aber lange Wartelisten.
  • Studentenwerk der Universität Innsbruck: Verwaltet Studentenwohnheime; einige Einheiten sind für internationale Forscher und Mitarbeiter verfügbar.
  • Lokale Immobilienmakler: Re/Max Tirol und real|esty Innsbruck vermitteln möblierte und unmöblierte Mietwohnungen. Seit Juni 2023 gilt in Österreich das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt das Honorar. Wenn der Vermieter den Makler beauftragt, zahlt der Vermieter — nicht Sie. Sie zahlen die Maklerprovision nur, wenn Sie selbst einen Makler beauftragen, um eine Wohnung zu finden.
  • Facebook-Gruppen: „Wohnung Innsbruck" und „Innsbruck Expats Housing" listen Untervermietungen und WG-Zimmer (Wohngemeinschaft), die bei Studierenden und jungen Berufstätigen weit verbreitet sind.

Tipps für Expats

  • Innsbrucks Talgeografie schränkt das Bauland erheblich ein, sodass der Mietmarkt enger ist als in Graz oder Linz. Beginnen Sie die Suche mindestens sechs Wochen vor Ihrem Umzugsdatum.
  • Österreichische Vermieter verlangen in der Regel eine Kaution von zwei bis drei Monatsmieten (Kaltmiete ohne Nebenkosten), wobei drei Monate das gesetzliche Maximum gemäß § 15 MRG ist. Die Kaution muss auf einem separaten Treuhandkonto hinterlegt werden.
  • Ein Mietvertrag in Österreich ist bei unmöblierten Wohnungen in der Regel unbefristet; möblierte Kurzzeitvermietungen kosten 20–40 % mehr.
  • Ihr Meldezettel wird vor der Unterzeichnung der meisten Mietverträge benötigt. Planen Sie die Anmeldung beim Magistrat innerhalb von drei Tagen nach dem Einzug.
  • Die Heizkosten in Innsbrucker Wintern sind erheblich — fragen Sie immer, ob die genannte Miete die Betriebskosten enthält oder ob diese gesondert abgerechnet werden.

Stadtteil-Leitfaden

  • Altstadt: Ideal für Singles und Paare, die überall zu Fuß gehen möchten. Das Goldene Dachl liegt mittendrin. Die Mieten sind die höchsten in der Stadt; Parkplätze sind äußerst rar und teuer. Das Nachtleben konzentriert sich auf die Seilergasse und die flussnahe Maria-Theresien-Straße.
  • Saggen: Bevorzugt von Ärzten, Familien und Berufstätigen, die am oder in der Nähe des Tirol Klinikums arbeiten. Breite, baumgesäumte Straßen, eine Mischung aus Jahrhundertwendevillen und Nachkriegswohnblöcken. Kurzer Fußweg zur Innbrücke und in die Altstadt.
  • Pradl: Der am dichtesten besiedelte Stadtteil; große Nachkriegswohnanlagen und Neubauten. Heimat des Fußballstadions Tivoli Neu und des Sportzentrums Olympiaworld. Gute Straßenbahnverbindung (Linie 3) zum Hauptbahnhof. Mieten im mittleren Bereich.
  • Hötting: Erstreckt sich den Hang nördlich des Inns hinauf. Ältere Tiroler Bauernhöfe (Einhöfe) stehen neben teuren modernen Penthäusern mit Bergblick. Der Wanderweg zur Höttinger Alm beginnt praktisch am Stadtrand, was den Stadtteil bei Naturliebhabern beliebt macht. Ein eigenes Auto wird hier dringend empfohlen — die Straßen bergauf sind steil, und im Winter ist Radfahren kaum möglich.
  • Wilten: Geprägt von der Wiltener Basilika und der von Zaha Hadid entworfenen Bergisel-Skisprungschanze. Günstiger als Saggen oder Altstadt, mit einer Mischung aus Studierenden und langjährigen Bewohnern. Der Hauptbahnhof liegt am östlichen Rand, was den Stadtteil ideal für Pendler macht, die regelmäßig nach München oder Wien reisen. Der Südfriedhof und der angrenzende Park bieten Grünflächen.
  • Reichenau: Der östlichste Stadtteil, im Norden vom Inn und im Süden vom Patscherkofel begrenzt. Grün, familienfreundlich, mit guten Schulen und der IVB-Straßenbahnlinie 5, die direkt ins Stadtzentrum führt. Die Mieten sind die niedrigsten innerhalb der Stadtgrenzen, und die Wohnungen sind hier tendenziell neuer und geräumiger als in den älteren zentralen Stadtteilen.
  • Igls (Stadtrand): Ein dörflicher Stadtteil an den Patscherkofel-Hängen südlich der Stadt, technisch gesehen Teil von Innsbruck, aber mit ausgeprägtem ländlichem Charakter. Beliebt bei wohlhabenden Familien und Rentnern, die Ruhe und Aussicht suchen. Das Freibad Igler Mühlbachl ist im Sommer geöffnet. Die Buslinie J verbindet in 20 Minuten mit dem Stadtzentrum.

Lebenshaltungskosten in Innsbruck

Monatliches Budget – Übersicht

Kategorie Budgetrahmen
Miete (1-Zi.-Whg., zentral)€1.000–€1.300
Nebenkosten (inkl. Heizung)€200–€350
Internet€30–€45
Lebensmittel€280–€380
Öffentlicher Nahverkehr (IVB Monatskarte)€52–€59
Auswärts essen (4×/Monat)€120–€200
Freizeit/Fitnessstudio€50–€100
Zuzahlungen zur Krankenversicherung€20–€50
Gesamt€1.750–€2.500

Alltägliche Kosten

  • Kaffee (Melange in einem Café an der Maria-Theresien-Straße): €3,20–€4,00
  • Mittagessen (einfach, z. B. ein Tiroler Gröstl im Wirtshaus): €10–€14
  • Monatliche Fahrkarte (IVB Semesterticket für Studierende): €52; regulär für Erwachsene: €59
  • Bier (ein halber Liter lokales Tiroler Bier im Wirtshaus): €4,00–€5,50
  • Kinoticket (Cinematograph oder Metropolkin): €10–€13
  • Skitageskarte (Patscherkofel, mit dem Stadtbus erreichbar): €42–€55

Gesundheitsversorgung in Innsbruck

  • Tirol Klinikum (Universitätsklinik Innsbruck): Das wichtigste Krankenhauskomplex in Saggen. Es ist eines der größten Lehrkrankenhäuser Österreichs und behandelt alles von Notfalltraumata bis hin zu spezialisierter Alpin-Medizin. Adresse: Anichstraße 35.
  • Englischsprachige Ärzte: Über das Tirol Klinikum International Patient Office und mehrere Privatpraxen in den Stadtteilen Altstadt und Saggen verfügbar. Die ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) führt online ein durchsuchbares Arztverzeichnis.
  • Apotheken: In nahezu jeder Hauptstraße zu finden; die Hauptapotheke an der Maria-Theresien-Straße betreibt einen Notdienstbetrieb außerhalb der Öffnungszeiten. In Österreich können Apotheker einige Medikamente abgeben, die anderswo rezeptpflichtig wären.
  • Notfallnummern: 144 für den Rettungsdienst; 112 für allgemeine europäische Notfälle; 141 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Ärztefunkdienst).
  • Krankenversicherungsanmeldung: Sobald Sie angestellt sind, meldet Ihr Arbeitgeber Sie bei der ÖGK an. Selbstständige Expats melden sich direkt bei der Gebietskrankenkasse Tirol an. Ihre e-card (elektronische Gesundheitskarte) kommt per Post und wird bei jedem Arztbesuch eingelesen.

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Banken und Finanzen

Für die Eröffnung eines Bankkontos in Innsbruck benötigen Sie Ihren Meldezettel, Ihren Reisepass und häufig einen Nachweis über eine Anstellung oder Universitätseinschreibung.

  • Raiffeisen Landesbank Tirol: Die führende Regionalbank mit Filialen in allen Stadtteilen; bietet Konten auf Englisch für Neuzugezogene an.
  • Erste Bank: Hat eine Filiale an der Museumstraße nahe der Altstadt; gute Online-Banking-App.
  • Bank Austria (UniCredit): Filiale an der Meinhardstraße in Pradl; englischsprachiger Support verfügbar.
  • Steuer-ID (Steueridentifikationsnummer): Wird vom Finanzamt Innsbruck ausgestellt, wenn Sie sich steuerlich anmelden. Ihr Arbeitgeber oder Ihre Universität kann bei der Beantragung helfen. Diese Nummer ist von Ihrer Sozialversicherungsnummer getrennt, die Sie bei der Anmeldung zur Krankenversicherung erhalten.

Mobilität in Innsbruck

  • Öffentlicher Nahverkehr: Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) betreiben Straßenbahnen und Busse im gesamten Stadtgebiet. Die Linien 1, 2, 3 und 5 sind die Hauptlinien. Die IVB Monatskarte kostet €59; eine Jahreskarte kostet etwa €530. Für Regionefahrten decken die VVT Wochenkarte und das KlimaTicket VVT die IVB sowie regionale Züge und Busse in die umliegenden Täler ab.
  • Hungerburgbahn und Nordkette: Die Standseilbahn vom Stadtzentrum (Station Congress) nach Hungerburg und die weiterführenden Seilbahnen zum Nordkette-Gipfel werden von den Innsbrucker Nordkettenbahnen betrieben. Diese sind nicht im Standard-IVB-Ticket enthalten, sondern erfordern separate Ski-/Wandertickets.
  • Fahrradfahren: Innsbruck ist kompakt und fahrradfreundlich, mit eigenen Radwegen entlang des Inns (Innradweg). Stadtwerke Innsbruck betreibt ein Fahrradverleihsystem mit Stationen am Hauptbahnhof, auf dem Uni-Campus und in der Altstadt. Im Winter ist Radfahren möglich, erfordert jedoch Spikereifen auf vereisten Nebenstraßen. E-Bikes sind für die Hügel in Hötting und Igls zunehmend beliebt.
  • Auto: Innerhalb der Stadtgrenzen ist ein Auto nicht zwingend notwendig, aber für Ausflüge in die Tiroler Täler nützlich. Parken in der Altstadt ist knapp und kostet €2–€3 pro Stunde in städtischen Garagen (Tiefgarage Altstadt, Citygarage). Die Autobahnen A12 und A13 verbinden Innsbruck mit Deutschland (nördlich) und Italien (südlich über den Brenner). Beachten Sie: Auf österreichischen Autobahnen ist eine Vignette (Mautaufkleber) erforderlich — kaufen Sie diese an Tankstellen oder online, bevor Sie auf der A12 fahren.
  • Flughafen: Der Flughafen Innsbruck (INN) in Hötting bietet Flüge nach Wien (Austrian Airlines), Frankfurt (Lufthansa), Amsterdam (KLM) sowie Saisonverbindungen mit easyJet und Transavia. Die Flugpläne sind im Winter aufgrund alpiner Wetterbedingungen eingeschränkt. Viele Expats nutzen den Flughafen München (MUC) für Langstreckenverbindungen, der mit dem Zug in unter 2,5 Stunden über die Bayerische Oberlandbahn oder den ÖBB Railjet erreichbar ist.
  • Fernverkehr: Der Innsbruck Hauptbahnhof liegt an der wichtigsten Ost-West-Bahnstrecke. ÖBB Railjet-Züge fahren nach Wien (4 Stunden), München (1 Stunde 50 Minuten) und Zürich (3 Stunden 30 Minuten). Die Brennerbahn verbindet südlich nach Bozen und Verona.

Bildung in Innsbruck

  • Internationale Schulen: Die International School Innsbruck (ISI) im östlichen Stadtbereich bietet IB-Programme auf Englisch von der Grundschule bis zum Abitur. Das Lyzeum Innsbruck hat zweisprachige Züge.
  • Universitäten: Die Universität Innsbruck (Leopold-Franzens-Universität) ist die größte mit starken Programmen in alpiner Forschung, Physik, Wirtschaft und Jura. Das MCI Management Center Innsbruck bietet angewandte Bachelor- und Masterstudiengänge in Wirtschaft, Technik und Sozialwissenschaften an, viele davon auf Englisch.
  • Sprachschulen: Deutsch.in Innsbruck und die Volkshochschule Innsbruck (VHS) bieten Intensivdeutschkurse von A1 bis C1 an, mit Abend- und Wochenendangeboten für Berufstätige. Das Sprachenzentrum der Universität bietet Kurse für eingeschriebene Studierende und Mitarbeiter an, einschließlich akademischen Deutschs und Tirolerisch-Dialektkursen. Privatlehrer berechnen €30–€50 pro Stunde und sind über Nachhilfe.at oder Aushänge an der Universität zu finden.

Arbeitsmarkt in Innsbruck

  • Wichtigste Branchen: Tourismus und Gastgewerbe, öffentliche Verwaltung (Tiroler Landesregierung), Gesundheitswesen (Tirol Klinikum), Bildung und Forschung (Universität Innsbruck, MCI), Bauwesen sowie eine wachsende Tech-/Startup-Szene, die am Innovationszentrum Tirol (IZT) verankert ist.
  • Größte Arbeitgeber: Tirol Klinikum, Universität Innsbruck, Tiroler Landesregierung, Swarovski (mit Hauptsitz im nahe gelegenen Wattens), IVB und zahlreiche Hotelgruppen einschließlich des Innsbruck Tourismus, der die Skiinfrastruktur betreibt.
  • Durchschnittliche Gehälter nach Branche:
Branche Bruttomonatsgehalt
Tourismus/Gastgewerbe€2.200–€2.800
Gesundheitswesen (Pflege/Arzt)€3.000–€5.500
IT/Technologie€3.200–€4.800
Universität/Forschung€3.000–€4.500
Öffentliche Verwaltung€2.800–€4.200
  • Ressourcen zur Jobsuche: AMS (Arbeitsmarktservice) Tirol-Büro an der Ing.-Etzel-Straße für registrierte Arbeitssuchende; Stellenbereich auf Willhaben.at; das Karriereportal der Universität Innsbruck; MCI Career Services; LinkedIn wird von Innsbrucker Tech-Unternehmen zunehmend genutzt; und die Facebook-Gruppen „Jobs in Innsbruck" und „Expats in Tirol" veröffentlichen Stellen im Gastgewerbe, Nachhilfebereiche und Saisonpositionen.
  • Saisonarbeit: Innsbrucks Tourismuswirtschaft erzeugt jeden Winter (November–März) und Sommer (Juni–September) einen Anstieg bei Saisonpositionen. Skilehrer, Hotelpersonal, Reiseführer und Restaurantmitarbeiter sind stark gefragt. Deutschkenntnisse verbessern Ihre Chancen erheblich, obwohl manche internationalen Hotels englischsprachiges Personal für den Empfang einstellen.

Kultur und Lebensstil

  • Alpine Identität: Innsbruck war 1964 und 1976 Gastgeber der Olympischen Winterspiele, und die olympische Infrastruktur ist weiterhin Teil des Alltags — die Bergisel-Skisprungschanze, der Sportkomplex Olympiaworld in Pradl und der Olympia Express im Skigebiet Axamer Lizum werden alle aktiv genutzt.
  • Tiroler Dialekt: Die Einheimischen sprechen einen bayerisch-österreichischen Dialekt (Tirolerisch), der sich merklich vom Hochdeutschen unterscheidet. Wörter wie „Pfiati" (auf Wiedersehen), „Grüassdi" (hallo) und „Pfiats eich" (bis später) sind alltägliche Grüße. Die meisten Innsbrucker wechseln zu Hochdeutsch oder Englisch, wenn sie mit Ausländern sprechen, aber das Gemeindeleben findet im Dialekt statt. Grundkenntnisse des Tirolerisch helfen bei der Integration enorm.
  • Kulturelle Einrichtungen: Das Tiroler Landesmuseum (Ferdinandeum) an der Museumstraße beherbergt Kunst- und Tiroler Kulturgeschichtesammlungen. Schloss Ambras, hoch über der Stadt gelegen, verfügt über eine Renaissancerüstkammer und eine Porträtgalerie. Das Goldenes Dachl-Museum dokumentiert das Erbe von Kaiser Maximilian I. Das Tiroler Landestheater zeigt von September bis Juni Oper, Theater und Ballett.
  • Weihnachtsmärkte: Der Christkindlmarkt in der Altstadt unter der Nordkette ist einer der stimmungsvollsten Österreichs und läuft von Mitte November bis Dezember. An den Ständen werden Glühwein, Kiachln (frittierte Teigtaschen mit Preiselbeerkonfitüre) und handgeschnitzte Tiroler Holzornamente verkauft.
  • Sportliches Leben jenseits des Skifahrens: Das Innsbruck Alpine Trailrun Festival zieht jeden Juni internationale Athleten an. Der Stadtmarathon führt entlang des Inns und in die Ausläufer der Nordkette. Bouldering-Hallen wie das Kletterzentrum Innsbruck an der Olympiastraße bedienen die ganzjährige Klettergemeinschaft.

Essen und Gastronomie

  • Lokale Spezialitäten sind Tiroler Knödel (Knödel gefüllt mit Speck), Gröstl (gebratene Kartoffeln und Fleisch), Kaiserschmarrn (gerissener süßer Pfannkuchen mit Pflaumenmus) und Speckknödel (Speckknödel in Brühe oder mit Salat serviert). Die Käsegeschäfte in der Markthalle nahe dem Bahnhof führen Tiroler Bergkäse, Graukäse und frische Produkte aus den umliegenden Tiroler Tälern.
  • Restaurantcluster entlang der Maria-Theresien-Straße, am flussseitigen Rennweg und in den Seilergasse-Gassen der Altstadt. Traditionelle Wirtshäuser wie das Gasthaus Anich und der Stiftskeller servieren herzhafte Tiroler Küche für €10–€18 pro Hauptgericht. Für günstigere Optionen subventioniert die Universitätsmensa der Universität Innsbruck Mahlzeiten für Studierende und Mitarbeiter zu etwa €4–€7 pro Teller.
  • Österreichische Trinkgeldkonvention: Runden Sie die Rechnung auf oder geben Sie 5–10 % Trinkgeld; sagen Sie „stimmt so" (behalten Sie das Wechselgeld) bei kleinen Beträgen. Das Aufteilen der Rechnung ist unter Freunden üblich, aber nicht immer erwartet — oft zahlt eine Person den vollen Tisch und die anderen überweisen ihren Anteil.
  • Die Kaffeekultur folgt der österreichischen Tradition: Bestellen Sie eine Melange (ähnlich einem Cappuccino) oder einen Verlängerter (verlängerter Espresso) und verweilen Sie an Ihrem Tisch. Cafés wie das Café Central Innsbruck und das Café Katharina servieren den ganzen Nachmittag Gebäck, darunter Sachertorte und Apfelstrudel.

Expat-Gemeinschaft

  • Expat-Gruppen: „Expats in Innsbruck" und „International Community Innsbruck" auf Facebook und Meetup veranstalten regelmäßige Events, Wanderungen und Stammtische (regelmäßige zwanglose Treffen in einem Wirtshaus).
  • Internationale Organisationen: AIESEC Innsbruck und das International Office der Universität koordinieren Mentoring- und Integrationsaktivitäten für Neuzugezogene.
  • Sprachtandems: Tandem-Sprachtreffen werden monatlich über das Sprachenzentrum und die VHS Innsbruck organisiert und paaren Deutschlernende mit Einheimischen, die Englisch, Spanisch oder andere Sprachen lernen.

Umzugs-Checkliste für Innsbruck

Vor der Ankunft
  • Bestätigen Sie, dass Ihr Visum oder Ihre Aufenthaltserlaubnis genehmigt wurde (Rot-Weiss-Rot Karte, Aufenthaltsbewilligung oder D-Visum je nach Situation)
  • Buchen Sie eine vorübergehende Unterkunft für Ihre ersten zwei Wochen (Hotel, Pension oder Airbnb in der Altstadt oder Wilten in der Nähe des Hauptbahnhofs)
  • Besorgen Sie apostillierte Dokumente: Geburtsurkunde, Heiratsurkunde (falls zutreffend), Hochschuldiplome — alle von einem vereidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzt
  • Regeln Sie die österreichische Krankenversicherung, die ab Ihrem Ankunftsdatum beginnt (der Arbeitgeber regelt dies in der Regel für Angestellte)
  • Laden Sie die IVB-App und die ÖBB Scotty-App für die lokale und nationale Verkehrsplanung herunter
  • Versenden Sie Ihr Gepäck frühzeitig — die Zollabfertigung beim Zollamt Innsbruck kann 1–3 Wochen dauern; nutzen Sie die Umzugsgut-Ausnahme für die zollfreie Einfuhr von gebrauchten Gegenständen, die seit mindestens sechs Monaten in Ihrem Besitz sind
Erste Woche
  • Melden Sie Ihre Adresse beim Magistrat der Stadt Innsbruck (Stadthaus, Maria-Theresien-Straße 18) an, um Ihren Meldezettel zu erhalten — tun Sie dies innerhalb von drei Tagen nach dem Einzug in Ihre dauerhafte Adresse
  • Eröffnen Sie ein Bankkonto bei der Raiffeisen Landesbank Tirol oder der Erste Bank mit Ihrem Meldezettel und Reisepass
  • Melden Sie sich beim Finanzamt Innsbruck an, um Ihre Steuer-ID (Steueridentifikationsnummer) zu erhalten
  • Aktivieren Sie Ihre e-card, indem Sie Ihre ÖGK-Krankenversicherungsanmeldung über Ihren Arbeitgeber oder beim Büro der Gebietskrankenkasse Tirol bestätigen
  • Kaufen Sie eine IVB-Monatskarte oder laden Sie eine Wochenkarte in der IVB-App
Erster Monat
  • Tauschen Sie Ihren ausländischen Führerschein bei der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck oder dem Magistrat um (EU/EWR-Führerscheine werden ohne Prüfung getauscht; die meisten Nicht-EU-Führerscheine erfordern eine Theorie- und Fahrprüfung auf Deutsch)
  • Melden Sie sich zu einem Deutschkurs an der Volkshochschule Innsbruck oder dem universitären Sprachenzentrum an
  • Melden Sie Ihre Kinder in der örtlichen Volksschule (Grundschule) an oder bewerben Sie sich an der International School Innsbruck für englischsprachigen Unterricht
  • Richten Sie Versorgungsleistungen ein, sofern nicht in der Miete enthalten: Strom über Tiwag (Tiroler Wasserkraft), Internet über A1 oder Magenta (VDSL oder Glasfaser je nach Stadtteil)
  • Beantragen Sie die Familienbeihilfe beim Finanzamt, wenn Sie Kinder haben — Österreich zahlt monatliche Beträge pro Kind unabhängig von der Staatsangehörigkeit für rechtmäßige Einwohner

Vor- und Nachteile des Lebens in Innsbruck

Vorteile

  • Direkter Zugang zu erstklassigem Skifahren, Wandern und Klettern ohne die Stadt zu verlassen
  • Saubere Luft, geringe Umweltverschmutzung und konstant hohe Platzierungen in Lebensqualitätsstudien
  • Klein genug, um es in 30 Minuten zu Fuß zu durchqueren, und dennoch mit vollständiger städtischer Infrastruktur ausgestattet
  • Hervorragende Bahnverbindungen nach München, Wien, Zürich und Norditalien
  • Starkes Tiroler Gemeinschaftsgefühl und eine einladende Haltung gegenüber qualifizierten internationalen Zuzüglern

Nachteile

  • Die Mieten gehören außerhalb Wiens zu den höchsten, da im Inntal nur begrenzt Bauland zur Verfügung steht
  • Winterinversionen fangen kalte Luft im Tal ein, was von November bis Februar zu grauen, kalten Perioden führt, während die umliegenden Gipfel Sonnenschein genießen
  • Der Arbeitsmarkt ist kleiner und stärker spezialisiert als in Wien oder Graz; der Tourismus dominiert und die Gehälter im Gastgewerbe sind niedriger
  • Deutsch (und oft der Tirolerisch-Dialekt) ist für den Alltag unverzichtbar; Englisch allein reicht außerhalb der Universitätsblase nicht aus
  • Autofreie Winter sind machbar, aber der Zugang zu umliegenden Tiroler Dörfern ohne Fahrzeug ist eingeschränkt

Verwandte Leitfäden

  • [Umzug nach Österreich] — umfassender Länderleitfaden zu Bundesbürokratie, Steuersystem und nationaler Gesundheitsversorgung
  • [Umzug nach Wien] — Österreichs Hauptstadt und größte Stadt, mit dem breitesten Arbeitsmarkt und den meisten internationalen Schuloptionen
  • [Umzug nach Salzburg] — eine weitere alpine österreichische Stadt, rund zwei Stunden östlich von Innsbruck mit dem Zug, mit einer eigenständigen kulturellen Identität

ReloAdvisor Team

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