Wien belegt regelmäßig den Spitzenplatz als lebenswerteste Stadt der Welt und führt sowohl die Umfragen der Economist Intelligence Unit als auch von Mercer zur Lebensqualität Jahr für Jahr an. Die österreichische Hauptstadt verbindet kaiserliche Pracht mit zukunftsorientierter Stadtplanung — denken Sie an Barockpaläste neben der eleganten Architektur des Museumsquartiers und jahrhundertealte Kaffeehauskultur direkt neben einem weltklasse öffentlichen Verkehrsnetz. Wenn Sie Sicherheit, Kultur, effiziente Dienstleistungen und angemessene Lebenshaltungskosten nach westeuropäischen Maßstäben schätzen, ist Wien eine ernsthafte Überlegung wert.
Wien auf einen Blick
- Einwohnerzahl
- ~2 Millionen (Metropolregion ~2,9 Millionen)
- Region
- Wien (Bundesland in Österreich)
- Bekannt für
- Kaffeehäuser, klassische Musik & Oper, lebenswerteste Stadt der Welt
- Durchschnittsmiete (1-Zimmer)
- €750–€1.050/Monat
- Medianeinkommen
- ~€2.200–€2.800/Monat netto (Durchschnitt über alle Branchen)
- Expat-Community
- Groß und vielfältig — über 30 % der Einwohner sind im Ausland geboren
Warum ein Umzug nach Wien
- Lebensqualität auf Weltklasse-Niveau: Wien führt die globalen Ranglisten zur Lebensqualität regelmäßig an — dank niedriger Kriminalitätsraten, ausgezeichneter Gesundheitsversorgung, zuverlässiger Infrastruktur und reichlich Grünflächen. Fast die Hälfte des Stadtgebiets besteht aus Parks, Gärten und Wald.
- Bezahlbarer öffentlicher Nahverkehr: Ein Monatsticket der Wiener Linien kostet nur €51 und deckt das gesamte U-Bahn-, Straßenbahn- und Busnetz ab — ein Auto ist für die meisten Einwohner daher nicht nötig.
- Kulturelle Tiefe: Von der Wiener Staatsoper und dem Musikverein bis zum 60.000 m² großen Museumsquartier — der Kulturkalender der Stadt ist das ganze Jahr über voll gepackt, und vieles davon ist für Einwohner subventioniert oder kostenlos.
- Work-Life-Balance: Das österreichische Arbeitsrecht garantiert mindestens 25 bezahlte Urlaubstage, 13 gesetzliche Feiertage und eine 38,5-Stunden-Woche in vielen Branchen.
- Sicherheit: Wien hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten aller großen europäischen Hauptstädte, und Einwohner nennen die persönliche Sicherheit regelmäßig als Hauptgrund für einen langfristigen Verbleib. Gewaltkriminalität ist selten, und allein nachts spazieren zu gehen ist in den meisten Bezirken in der Regel sicher.
- Zentraleuropäische Lage: An der Schnittstelle zwischen West- und Osteuropa gelegen, macht Wien Wochenendausflüge nach Prag, Budapest, München oder Venedig mit dem Zug oder einer Billigfluglinie einfach und erschwinglich. Bratislava ist mit dem Zug oder Schiff nur eine Stunde entfernt.
Wohnungssuche in Wien
Der Wiener Wohnungsmarkt ist im Vergleich zu den meisten europäischen Hauptstädten streng reguliert. Die Stadt verfügt über einen großen Bestand an Gemeindebauten und Genossenschaftswohnungen, was die Mieten insgesamt moderat hält. Der private Markt kann jedoch wettbewerbsintensiv sein, insbesondere für gut gelegene Altbauwohnungen in beliebten Bezirken.
Durchschnittsmieten
| Stadtteil | 1-Zimmer | 3-Zimmer | Charakter |
|---|---|---|---|
| Innere Stadt (1.) | €900–€1.500 | €2.000–€3.500 | Historisches Zentrum, Touristen und Prestigeadressen |
| Neubau (7.) | €800–€1.100 | €1.600–€2.400 | Trendig, fußgängerfreundlich, nahe dem Museumsquartier |
| Leopoldstadt (2.) | €700–€1.000 | €1.400–€2.200 | Wohnen am Donaukanal, Nähe zum Prater |
| Favoriten (10. Bezirk) | €550–€800 | €1.000–€1.600 | Bezahlbar, multikulturell, entwickelt sich rasant |
| Hietzing (13. Bezirk) | €750–€1.050 | €1.500–€2.500 | Grün, ruhig, nahe Schloss Schönbrunn |
| Döbling (19. Bezirk) | €800–€1.200 | €1.700–€2.800 | Familienfreundlich, Weinberge, internationale Schulen |
Wohnungssuche
- Willhaben.at: Österreichs größte Kleinanzeigenplattform — dominiert den privaten Mietmarkt mit tausenden täglich aktualisierten Inseraten
- Immobilienscout24.at: Beliebt bei Maklern, gute Filterfunktionen für Preis, Größe und Bezirk
- wg-gesucht.at: Die erste Anlaufstelle für Wohngemeinschaften und kurzfristige Aufenthalte — auch nützlich, um möblierte Zwischenlösungen zu finden, während man weitersucht
- Genossenschaftswohnungen: Genossenschaftlicher Wohnraum bietet geringere Mieten, erfordert aber eine einmalige Eintrittsgebühr (bis zu €30.000) und oft eine Wartezeit. Weitere Informationen zu verfügbaren Projekten unter genossenschaftswohnungen.at.
- Lokaler Tipp: Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Zahlung von Maklerprovisionen — seit 2023 haben sich die Regeln zur Maklerprovision geändert, und Mieter zahlen in vielen Fällen keine Provision mehr. Klären Sie vor Vertragsunterschrift immer, wer für die Provision aufkommt.
Tipps für Expats
- Hinweis: Die oben genannten Mietpreise umfassen sowohl Gemeindewohnungen als auch private Angebote. Expats ohne bisherige Gemeindewohnung sollten im privaten Markt mit etwa 10–20 % höheren Kosten rechnen.
- Beginnen Sie die Suche mindestens zwei Monate vor Ihrem Umzug; der Wiener Wohnungsmarkt ist wettbewerbsintensiv, aber weniger angespannt als in Städten wie München oder Amsterdam
- Beantragen Sie frühzeitig eine Meldebescheinigung — Sie benötigen sie für fast alles, von der Kontoeröffnung bis zum Handyvertrag
- Lesen Sie Verträge sorgfältig: Viele Wohnungen sind Altbau (Gebäude vor 1945) mit mietregulierten Obergrenzen nach dem Richtwertmiete-System
- Planen Sie die Kaution (Sicherheit) ein: in der Regel drei Monatsmieten, die auf einem Sperrkonto hinterlegt werden
- Schließen Sie eine Haftpflichtversicherung ab — sie kostet etwa €5–€10 pro Monat und gilt bei Wiener Vermietern und Nachbarn gleichermaßen als unverzichtbar
- Lernen Sie grundlegendes Deutsch für Wohnungsbesichtigungen: Manche Vermieter bevorzugen deutschsprachige Mieter, und eine kurze deutsche Vorlage kann Ihnen einen Vorteil verschaffen
- Bringen Sie zu Wohnungsbesichtigungen alle Unterlagen (Meldezettel, Einkommensnachweis, Ausweis) in einer vorbereiteten Mappe mit — Entscheidungen werden oft spontan vor Ort getroffen
Stadtteilführer
Wien ist in 23 Bezirke unterteilt, jeder mit eigenem Charakter. Die Nummerierung verläuft spiralförmig nach außen von der von der Ringstraße umschlossenen Inneren Stadt (1. Bezirk) — niedrigere Nummern bedeuten in der Regel Nähe zum Zentrum.
- Innere Stadt (1. Bezirk): Der von der Ringstraße umschlossene erste Bezirk — ideal für alle, die nur wenige Schritte vom Stephansdom und der Oper entfernt sein möchten. Hohe Mieten, wenig Grünflächen und starker Tourismus. Am besten für Singles oder Paare, bei denen die Lage oberste Priorität hat.
- Leopoldstadt (2. Bezirk): Zwischen Donaukanal und Prater gelegen, verbindet dieser Bezirk multikulturelle Vitalität mit einer der größten Grünflächen der Stadt. Der Karmelitermarkt ist ein Anziehungspunkt für Feinschmecker. Beliebt bei Studierenden und jungen Familien.
- Landstraße (3. Bezirk): Hier befinden sich das Schloss Belvedere und der neue Hauptbahnhof. Eine solide Mittelklasse-Wahl — Wohngebiet, gut angebunden und ruhiger als die zentralen Nachbarbezirke.
- Wieden (4. Bezirk) und Mariahilf (6. Bezirk): Wohnlich, aber zentral — Naschmarkt, Einkaufsmeile Mariahilfer Straße und gute ÖPNV-Anbindung machen diese Bezirke zur ausgewogenen Wahl für Paare und Expats in der Mitte ihrer Karriere.
- Neubau (7. Bezirk): Das kreative Zentrum Wiens mit dem Museumsquartier, unabhängigen Boutiquen und einer lebendigen Café- und Barszene. Perfekt für junge Berufstätige, die Wert auf kurze Wege und Nachtleben legen.
- Josefstadt (8. Bezirk): Wiens kleinster Bezirk — kompakt, charmant und voller kleiner Theater, Weinstuben und Altbauwohnungen. Etwas ruhiger als Neubau, aber dennoch zu Fuß vom Zentrum erreichbar.
- Alsergrund (9. Bezirk): Grün und akademisch geprägt, mit dem Hauptcampus der Universität Wien und dem AKH-Krankenhaus. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Studierende und medizinisches Fachpersonal.
- Favoriten (10. Bezirk): Wiens bevölkerungsreichster Bezirk ist auch der erschwinglichste. Rasch gentrifiziert mit Neubauten, guter U-Bahn-Anbindung (U1) und einer lebendigen Einwanderergemeinde. Das Thermalbad Therme Wien ist ein lokales Highlight.
- Hietzing (13. Bezirk): Grün, ruhig und geprägt vom Schloss Schönbrunn und seinen weitläufigen Gärten. Beliebt bei Familien und Rentnern, die dörfliches Flair innerhalb der Stadtgrenzen schätzen.
- Penzing (14. Bezirk): Am Rand des Wienerwalds gelegen, ist Penzing geräumig und nach innerstädtischen Maßstäben erschwinglich. Ideal für Familien, die Platz zum Wachsen brauchen.
- Döbling (19. Bezirk): Wohnen an den nördlichen Hängen mit Weinbergen, Waldwegen und mehreren internationalen Schulen. Beliebt bei Familien und Diplomaten, die Zentralität gegen Raum und Natur eintauschen möchten. Die Heurigen-Szene ist ein echtes Highlight.
Lebenshaltungskosten in Wien
Wien bietet eine hohe Lebensqualität zu Kosten, die deutlich unter denen von Städten wie Zürich, London oder Amsterdam liegen. Die Währung ist der Euro (€). Miete und Nahverkehr sind nach westeuropäischen Maßstäben bemerkenswert günstig, und das öffentliche Gesundheitssystem senkt die Eigenanteile bei Arztbeschen erheblich.
Monatliche Budgetübersicht
| Kategorie | Budgetrahmen |
|---|---|
| Miete (1-Zimmer, zentral) | €900–€1.050 |
| Nebenkosten | €150–€320 |
| Internet | €25–€35 |
| Lebensmittel | €250–€350 |
| Verkehrsmittel | €51 (Monatskarte) |
| Essen gehen (4×/Monat) | €120–€200 |
| Freizeit/Fitnessstudio | €30–€60 |
| Handytarif | €10–€20 |
| Versicherung (Haftpflicht) | €5–€10 |
| Gesamt | €1.540–€2.095 |
Tägliche Kosten
- Kaffee (Melange): €4–€5
- Mittagessen (ungezwungen): €10–€14
- Monatskarte Nahverkehr: €51
- Bier (0,5 l, Bar): €4,50–€6
- Kinoticket: €10–€13
- Fitnessstudio-Mitgliedschaft: €25–€50/Monat
- Laib Brot: €1,50–€3
- 1 Liter Milch: €1,20–€1,50
- Abendessen für zwei (mittelklasse): €50–€80
- Käsekrainer vom Würstelstand: €3,50–€5
Unterwegs in Wien
Wiens Verkehrsnetz gehört zu den besten in Europa — effizient, erschwinglich und umfassend integriert.
- Öffentlicher Verkehr (U-Bahn, Straßenbahnen, Busse): Das Wiener-Linien-Netz umfasst fünf U-Bahn-Linien (U1, U2, U3, U4, U6), über 30 Straßenbahnlinien und Dutzende Buslinien. Die Jahreskarte für 51 € pro Monat ist die günstigste Option; eine Wochenkarte kostet 17,10 € und eine Einzelfahrt 2,40 €. Der Betrieb läuft etwa von 05:00 bis 00:30 Uhr, mit Nachtbussen alle 15 Minuten und durchgehendem U-Bahn-Betrieb an Freitag- und Samstagnächten. Tickets müssen vor dem Einsteigen entwertet werden — Kontrolleure prüfen häufig, und Bußgelder betragen 105 €.
- Straßenbahnen: Wien verfügt über eines der größten Straßenbahnnetze der Welt. Die Linien 1 und 2 umrunden die Ringstraße und bieten eine malerische Runde an Parlament, Oper und Rathaus. Straßenbahnen sind langsamer als die U-Bahn, erreichen aber Stadtviertel, die die Metro nicht abdeckt.
- Fahrrad: Wien hat über 1.600 km Radwege und das Leihrad-System WienMobil Rad (die ersten 30 Minuten kostenlos). Radfahren entlang des Donaukanals ist flach und ganzjährig immer beliebter. Die Radinfrastruktur hat sich seit 2020 rasch erweitert.
- Auto: Für die meisten Bewohner unnötig. Parkplätze sind in den inneren Bezirken knapp und erfordern eine Parkberechtigung (Parkpickerl) für ca. 120 € pro Jahr. Auf der städtischen Autobahn gelten Tempo-80–100-Limits. Car-Sharing über Sharetoo oder ÖBB Scotty ist eine bessere Option als ein eigenes Auto.
- Flughafen: Der Flughafen Wien (VIE) liegt 18 km südöstlich des Zentrums. Der City Airport Train (CAT) erreicht Wien Mitte in 16 Minuten für 14,90 € einfach; die S-Bahn-Linie S7 braucht 25 Minuten für nur 4,40 € und ist in der Monatskarte enthalten. Busse fahren zu den großen Bahnhöfen.
- Fernverkehr: Der Wiener Hauptbahnhof verbindet alle großen österreichischen Städte und europäischen Knotenpunkte — Salzburg in 2,5 Stunden, Budapest in 2,5 Stunden, München in 4 Stunden und Bratislava in nur 1 Stunde mit der Bahn. Die ÖBB-Nightjet-Nachtzüge erreichen Venedig, Zürich und Berlin über Nacht.
Gesundheitswesen in Wien
Österreichs öffentliches Gesundheitssystem gehört zu den besten in Europa, und Wien — als Hauptstadt — verfügt über das dichteste Netz an Krankenhäusern und Fachärzten.
- Öffentliches System: Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) deckt alle sozialversicherten Arbeitnehmer ab. Beiträge werden automatisch vom Gehalt abgezogen (ca. 3,87 % vom Brutto). Die Deckung umfasst Hausarztbesuche, Facharztüberweisungen, Krankenhausaufenthalte, Verschreibungen und zahnärztliche Grundversorgung.
- Krankenhäuser/Kliniken: Das Allgemeine Krankenhaus (AKH) ist eines der größten medizinischen Zentren Europas mit über 2.000 Betten. Dutzende öffentliche und private Kliniken decken jede Fachrichtung ab — das Rudolfinerhaus und die Confraternität sind bei englischsprachigen Patienten beliebte private Optionen.
- Englischsprachige Ärzte: Weit verbreitet, besonders in Privatpraxen in den inneren Bezirken und nahe dem UNO-Campus. Das ÖGK-Verzeichnis (gesundheitskasse.at) ermöglicht eine Filterung nach Sprache. Erwarten Sie kurze Wartezeiten bei Hausärzten; Fachärzte können eine Überweisung und etwas längere Wartezeiten erfordern.
- Apotheken: Reichlich vorhanden und gut sortiert. Frei verkäufliche Medikamente sind ohne Rezept erhältlich, wobei die Preise variieren. Bereitschaftsapotheken wechseln sich für Nächte und Wochenenden ab — Details hängen an jeder Apothekentür und sind unter apotheker.at suchbar.
- Notrufnummern: 144 (Rettung), 112 (europäischer Notruf), 141 (Ärztefunkdienst für ärztliche Beratung außerhalb der Sprechzeiten)
- Zahnheilkunde: Die zahnärztliche Grundversorgung wird von der ÖGK übernommen; kosmetische oder fortgeschrittene Behandlungen sind in der Regel Selbstzahler, es sei denn, Sie haben eine private Zusatzversicherung, die viele Bewohner für schnellere Facharzttermine und Privatzimmer im Krankenhaus abschließen. Zahntourismus ins nahe Bratislava oder Budapest ist unter Wienern bei größeren Eingriffen ebenfalls verbreitet.
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Kultur & Lebensstil
- Kaffeehauskultur: Die Wiener Kaffeehaustradition ist von der UNESCO geschützt. Einheimische verbringen Stunden in vergoldeten Salons wie dem Café Central oder Café Sperl beim Lesen, Arbeiten oder Beobachten bei einer Melange (Wiener Cappuccino). Die Bestellung eines Getränks berechtigt Sie, stundenlang am Tisch zu bleiben — Verweilen ist erwünscht, niemals eilig.
- Die Ringstraße: Dieser prachtvolle Boulevard umschließt den 1. Bezirk und ist gesäumt von Wiens markantesten Gebäuden — der Staatsoper, dem Parlament, dem Rathaus, dem Burgtheater und der Universität. Die Ringstraße zu Fuß oder mit der Straßenbahnlinie 1 oder 2 zu umrunden, gehört für Neuankömmlinge zum Pflichtprogramm.
- Klassische Musik & Oper: Die Wiener Staatsoper, der Musikverein und die Volksoper bieten fast jeden Abend Vorstellungen an — Stehplatztickets gibt es schon ab 4 €, was Weltklasse-Musik für jedes Budget zugänglich macht.
- Museumsquartier: Eines der größten Kulturkomplexe der Welt (60.000 m²) mit dem Leopold Museum, der Kunsthalle Wien und Dutzenden Bars und Veranstaltungsräumen. Der Innenhof brummt im Sommer mit Außenplätzen und Festivals.
- Grünflächen: Der Prater, die Donauinsel und der Wienerwald geben der Stadt ein bemerkenswert naturverbundenes Flair — Bewohner sind selten mehr als 15 Minuten von einem Park entfernt. Das berühmte Riesenrad im Prater ist ein Wahrzeichen, und die Donauinsel erstreckt sich über 21 km zum Radfahren, Schwimmen und Grillen im Sommer.
- Saisonale Höhepunkte: Die Wiener Ballsaison (Januar–Februar) bringt über 450 Bälle in der ganzen Stadt. Das Donauinselfest im Juni ist Europas größtes kostenloses Open-Air-Festival. Weihnachtsmärkte erleuchten den Rathausplatz und Plätze in jedem Bezirk ab Mitte November. Das Wiener Filmfestival auf dem Rathausplatz zeigt den ganzen Sommer über Opern und Filme im Freien.
- Architektur: Wiens Bebauung erzählt die Geschichte eines Kaiserreichs — von der gotischen Stephansdom über das barocke Schönbrunn bis zur Secessionsbewegung von Otto Wagner und Adolf Loos und der modernistischen UNO-City. Durch die Straßen zu gehen, ist selbst eine Lektion in europäischer Architekturgeschichte. Die Ringstraße ist das Kronjuwel, das den 1. Bezirk mit repräsentativen öffentlichen Gebäuden umschließt.
- Nachtleben: Gürtel-Bogenlokale, Donaukanal-Sommer-Pop-ups und Clubs wie Grelle Forelle und Flex halten die Szene lebendig. Schluss ist meist zwischen 04:00 und 06:00 Uhr.
Essen & Trinken
- Lokale Spezialitäten: Wiener Schnitzel (traditionell Kalb), Tafelspitz (gekochtes Rindfleisch mit Apfel-Meerrettich-Sauce), Apfelstrudel, Sachertorte — und die Käsekrainer-Wurst vom Würstelstand, die man unbedingt probieren muss. Wiens Küche spiegelt die kaiserliche Vergangenheit wider und vereint österreichische, ungarische, tschechische und italienische Einflüsse.
- Beste Gastronomieviertel: Naschmarkt (Mariahilf) für internationales Streetfood und Wiener Klassiker, Bermudadreieck (1. Bezirk) für Ausgehen und Essen, Brunnenmarkt (16. Bezirk) für günstige multikulturelle Küche und der Karmelitermarkt (2. Bezirk) für handwerkliche Lebensmittelstände.
- Günstige Optionen: Ein Menü im Gasthaus kostet 10–14 €; die Supermarktketten Billa Plus, Spar und Hofer halten die Lebensmittelpreise im Rahmen. Viele Restaurants bieten unter der Woche ein Mittagsmenü an — die günstigste Art, essen zu gehen.
- Kaffeehaus-Empfehlungen: Café Central (historische Pracht), Café Sperl (Alt-Wien-Charme), Café Drechsler (Naschmarkt) und Café Hawelka (bohemisches Icon) — jedes bietet einen anderen Einblick in das Wiener Leben.
Expat-Community
Wiens Expat-Szene gehört zu den größten in Kontinentaleuropa, angetrieben durch die UN, OPEC und einen stetigen Zustrom von EU-Fachkräften.
- Meetups: InterNations Vienna, Vienna Expat Meetup und wöchentliche Couchsurfing-Events ziehen Hunderte von internationalem Publikum an. Facebook-Gruppen wie „Expats in Vienna“ sind aktiv für Wohnungssuche, Ratschläge und soziale Veranstaltungen.
- Internationale Organisationen: Wien beherbergt die UN, IAEA/OSZE und OPEC — was eine beträchtliche diplomatische und internationale Beamten-Community schafft, konzentriert rund um den 2. Bezirk und das Vienna International Centre (UNO-City).
- Sprachtandems: Tandempartner sind über Plattformen wie Tandempartners und schwarze Bretter an den Universitäten leicht zu finden. Die meisten Wiener unter 40 sprechen konversationales Englisch, sodass Sprachbarrieren im Alltag gering sind.
- Co-Working-Spaces: Wenn Sie als Remote-Worker oder Freiberufler arbeiten, bieten Optionen wie Impact Hub Vienna, sektor5 und Talent Garden Gemeinschaft und Büroinfrastruktur an zentralen Standorten.
- Sport und Hobbys: Wiens Sportkultur ist ausgeprägt — Wandern im Wienerwald, Schwimmen auf der Donauinsel oder Skifahren in Semmering (1,5 Stunden entfernt). Fußball, Laufclubs und Boulderhallen sind beliebte soziale Treffpunkte für Expats.
Arbeitsmarkt in Wien
Wiens Arbeitsmarkt wird durch seine Rolle als politisches und wirtschaftliches Zentrum Österreichs und seinen Status als UN-Standort geprägt. Die Mischung aus internationalen Organisationen, einem starken Finanzsektor und einer wachsenden Start-up-Szene schafft Möglichkeiten in vielen Bereichen.
- Wichtigste Branchen: Regierung & internationale Organisationen, Banken & Finanzwesen, Technologie & Start-ups, Tourismus, Biowissenschaften und Kreativwirtschaft.
- Größte Arbeitgeber: OMV, Erste Group, Raiffeisen Bank International, Verbund, Billa/Spar (Einzelhandel), UN Wien, OPEC, verschiedene EU-Agenturen sowie ein wachsender Cluster von Technologieunternehmen in den 2. und 3. Bezirken.
- Durchschnittsgehälter nach Branche:
| Branche | Durchschnitt netto monatlich |
|---|---|
| IT und Tech | €3.200–€4.500 |
| Finanzen | €3.000–€4.800 |
| Gesundheitswesen | €2.800–€3.800 |
| Bildung | €2.400–€3.200 |
| Gastgewerbe | €1.800–€2.500 |
- Stellensuche-Ressourcen: AMS (Arbeitsmarktservice) für staatliche Stellenangebote, karriere.at, StepStone.at, LinkedIn und die Vienna Business Agency für Startup-Positionen. Netzwerkveranstaltungen über Impact Hub und die American Chamber of Commerce in Austria sind für englischsprachige Stellensuchende hilfreich. Viele Stellen bei den UN und internationalen Organisationen werden direkt auf deren eigenen Karriereportalen veröffentlicht.
Bildung in Wien
Wien hat ein starkes öffentliches Bildungssystem und ein breites Angebot an internationalen Schulen für Expats.
- Öffentliche Schulen: Kostenlos und auf Deutsch unterrichtet. Hohe Qualität, aber Kinder ohne Deutschkenntnisse benötigen möglicherweise im ersten Jahr intensive Sprachförderung (Deutschförderklassen). Schulpflicht besteht von 6 bis 15 Jahren.
- Internationale Schulen: Die Vienna International School (VIS) nahe dem UNO-Campus, die American International School (Amadeus) und das Lycée Français bieten IB-, britische, amerikanische und französische Lehrpläne an. Die Schulgebühren liegen zwischen €10.000 und €25.000 pro Jahr, je nach Schule und Klassenstufe.
- Universitäten: Universität Wien (gegründet 1365), TU Wien, WU Wien (Wirtschaftsuniversität Wien) und die Fachhochschule (FH Campus Wien). Viele Masterstudiengänge werden auf Englisch unterrichtet, und die Studiengebühren an öffentlichen Universitäten sind für EU-/EWR-Bürger sehr niedrig (für Nicht-EU-Studenten ca. €726 pro Semester).
- Sprachschulen: Das Sprachenzentrum der Universität Wien, die ActiLingua Academy und das IKI bieten Deutschkurse vom Anfänger- bis zum Fortgeschrittenenniveau an. Integrationskurse (kostenlos oder bezuschusst) werden über die Regierung für Neubürger mit Aufenthaltsberechtigung angeboten.
Umzugscheckliste für Wien
- Beantragen Sie ein Visum oder eine Aufenthaltsberechtigung, falls Sie Nicht-EU-/EWR-Staatsbürger sind
- Besorgen Sie beglaubigte/übersetzte Kopien wichtiger Dokumente (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Hochschulzeugnis)
- Recherchieren Sie Wohnungsoptionen und richten Sie Suchanzeigen auf Willhaben.at ein
- Organisieren Sie eine Krankenversicherung — entweder über den Arbeitgeber oder eine private Absicherung
- Informieren Sie Ihre jetzige Bank und richten Sie eine Methode für internationale Überweisungen ein (Wise ist für EUR-Überweisungen beliebt)
- Finden Sie den Bezirk, der zu Ihrem Lebensstil und Budget passt (siehe Bezirksführer oben)
- Treten Sie Online-Expat-Gruppen bei (InterNations, Facebook), um Fragen zu stellen und Angebote für temporäre Unterkünfte zu finden
- Melden Sie Ihre Adresse (Meldezettel) innerhalb von drei Tagen nach dem Einzug beim örtlichen Meldeamt an — dies ist Pflicht und die Grundlage für fast alle weiteren Anmeldungen
- Eröffnen Sie ein österreichisches Bankkonto (Erste Bank, Bank Austria oder N26 für eine schnelle Einrichtung)
- Kaufen Sie eine Jahreskarte der Wiener Linien an jeder U-Bahn-Station oder online
- Richten Sie Internet und Mobilfunk ein (A1, Magenta und Drei sind die Hauptanbieter)
- Registrieren Sie sich beim Magistrat (Stadtamt) für Ihre Aufenthaltsbestätigung
- Besorgen Sie eine lokale SIM-Karte oder eSIM — Drei und Magenta bieten Prepaid-Tarife ab €10/Monat an
- Beantragen Sie Ihre e-card (Sozialversicherungskarte) über die ÖGK
- Melden Sie sich bei Bedarf für Deutsch-Integrationskurse an — kostenlose Kurse werden über die Regierung für Neubürger angeboten
- Erkunden Sie Ihren Bezirk — finden Sie den nächsten Billa, die nächste Apotheke und das Bezirksamt
- Treten Sie mindestens einer Expat-Gruppe oder einem lokalen Verein bei, um ein soziales Netzwerk aufzubauen
- Melden Sie sich für einen Bibliotheksausweis (Büchereien Wien) an — kostenloser Zugang zu Büchern, E-Books und Sprachlernressourcen
- Richten Sie eine Handy-Signatur (mobile Signatur) für Online-Behördengänge ein — unverzichtbar für die digitale Erledigung österreichischer Bürokratie
- Registrierung für die GIS/ORF-Rundfunkgebühr — diese wurde zum 1. Januar 2024 abgeschafft; ein kleiner nationaler Beitrag von 2,40 €/Jahr wird nun über allgemeine Steuern finanziert.
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